Bezauberndes Marokko Teil I - Fés

Als feststand, dass Lenka und ich nach den Prüfung noch einmal wegfahren möchten standen einige Ziele zur Auswahl. Geeinigt haben wir uns dann aber ziemlich schnell auf Marokko. Dabei wollten wir auf keinen Fall eine reine Städtereise machen, sondern ein Land mit all seinen Facetten, den Menschen, die Kulinarik und Traditionen kennen lernen. Unsere Route stand ziemlich schnell und so landeten wir nach technischen Problemen und einem Wechsel des Flugzeuges gegen Mittag in Fés. Sie ist eine der vier Königsstädte in Marokko und bekannt für ihre alte Medina, der Handwerkskunst und die Ledergerbereien. 

Nach unserer Ankunft sind wir dann aber erstmal zu unserem Couchsurfing Host Yassine gefahren. Dort wurden wir von ihm und seiner Mutter empfangen. Das Haus lag außerhalb der Medina, aber in etwa 20 Minuten Fußweg hatte man die Altstadt erreicht. Für uns ein echter Glücksgriff, da wir so erst einmal die neue Kultur und das gemächliche Treiben außerhalb der Medina auf uns wirken lassen konnten. Außerdem war es etwas ganz besonderes, von Anfang an in einer Familie willkommen zu sein. Wir wurden in das Familienleben einbezogen, durften uns wie zuHause fühlen und wurden zu Frühstück und Abendessen eingeladen. 

Am zweiten Tag ging es dann aber auch für uns runter in die Medina. Generell erkunde ich eine Stadt sehr spontan, zwar kenne ich im Vorhinein die Musst-Sees aber klappere diese nicht ab, sondern gehe ohne jeglichen Plan los und versuche mich in der Stadt zu orientieren. Wenn ich einige der Sehenswürdigkeiten dann nicht gesehen habe, dafür aber ein wunderschönes kleines Cafe entdeckt habe oder mit Einheimischen ins Gespräch gekommen bin, ist das für mich noch viel mehr wert. Zum Glück ist Lenka da absolut meiner Meinung, weswegen ich (nicht nur deswegen) in ihr die perfekte Reisepartnerin gefunden habe! 

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Chile: Aller guten Dinge sind drei

Hallo ihr lieben Menschen da draussen! Vor etwa zwei Wochen bin ich wieder aus Chile zurückgekehrt und ich möchte es mir nicht entgehen lassen euch ein paar Eindrücke von meinem mittlerweile dritten Besuch hier zu lassen. Leider bin ich direkt nach meiner Ankunft ziemlich krank geworden und musste dann auch für ein paar Tage ins Krankenhaus aber mittlerweile bin ich wieder komplett fit. Auch hatte ich inzwischen die ersten Tage in meinem neuen Nebenjob: ich arbeite als Werkstudent in einer großen Biomarkt-Kette. Werkstudent, da ich so bis zu 20 Stunden in der Woche arbeiten kann und nicht unter die 450€ Grenze eines Aushilfsjobs falle. Die Tätigkeit bleibt aber die gleiche. Und die macht mir bis jetzt super viel Spaß! Ich arbeite im Bistro, verkaufe also hauptsächlich Backwaren und gebe mein Fachwissen über Käse an der Käsetheke weiter. hahaha ich hab wirklich absolut keine Ahnung von Käse, aber die meisten Kunden wissen zum Glück eh, was sie wollen.

So nun aber zum eigentlichen: Chile. Ich bin am 05. Oktober in München los geflogen und hatte eine sehr lange Anreise im Vergleich zu den vorherigen Malen. Da bin ich jeweils über Paris und dann direkt nach Santiago geflogen. Paris hatte ich auch diesmal als Zwischenstopp aber dazu kam noch ein weiterer Aufenthalt von sechs Stunden in Lima. Und nachdem ich zu dieser Zeit bereits 20 Stunden unterwegs war, fühlten sich diese sechs Stunden wirklich ewig ewig ewig ewig an. "Alles hat ein Ende" dachte ich, als ich dann endlich um 4:00 Uhr morgens Ortszeit in Santiago gelandet bin. Dann ging es aber erst richtig los und um 7:00 Uhr habe ich den zwölfstündigen Bus nach Valdivia in den Süden genommen. 
Der Moment meiner Ankunft war also doppelt erfreulich: Ich hatte es endlich geschafft und beim Aussteigen wartete Luis schon auf mich. Zuhause bin ich nach einer Dusche dann erstmal in einen laaaaaaangen Tiefschlaf gefallen. Luis konnte ich zuvor noch überreden, wenigstens mit Freunden in seinen Geburtstag rein zu feiern. Am nächsten Tag wurde die Feierei dann aber nachgeholt und wir haben einen sehr schönen Tag verbracht :) 

 

Die erste Woche habe ich komplett in Valdivia verbracht. Durch mein Auslandssemester fühlt es sich wie ein Zuhause an. Ich bin auf Märkte gegangen, habe jeden Tag leckere Sachen aus dem ganzen frischen Obst und Gemüse gezaubert, bin Kaffee trinken gegangen, habe Freunde getroffen, bin auf eine offizielle Feier der Tourismus-Fakultät gegangen (der ich damals auch angehört habe). Es war einfach herrlich. Leider sind während meiner gesamten Zeit nahezu ausschließlich Bilder mit dem Handy entstanden, deswegen die schlechtere Qualität ;) 

 

Da Luis in der ersten Woche noch die Abschlussprüfung seines Bachelors hatte (in Chile studiert man fünf Jahre und schreibt neben den Klausuren am Ende eine Abschlussprüfung über drei immer wechselnde Themen der letzten Jahre), sind wir erst am Montag in der zweiten Woche losgezogen. Aufgrund des Wetters ging es nicht in den Süden Richtung Patagonien sondern in den Norden.

Wie immer waren wir per Anhalter unterwegs und bereits nach kurzer Zeit hatten wir Glück und Fernando hat uns bis nach Concepcion mitgenommen. Er war so ein witziger Typ und wir hatten sehr wertvolle Gespräche. Er wohnt in Santiago aber ist zur Zeit am Reisen in ganz Chile und schickt uns nach wie vor Bilder wo auch immer er gerade ist. In der zweitgrößten Stadt Chiles angekommen konnten wir dann bei einer Freundin schlafen bevor wir am nächsten Morgen los sind und mit dem Bus ans Meer gefahren sind. Von dort haben wir eine 1,5 stündige Wanderung gemacht und Ziel war dieser verlassene schmale Strand. 

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Ich bin in Turin!

Ihr Lieben! Ich bin in Turin. Mittlerweile schon zum dritten Mal. Zugegebenermaßen wohl nicht das Ziel Nummer eins, wenn man an Urlaub in Italien denkt. Aber eine befreundete Familie lebt hier und sucht immer mal wieder Katzen- und Haussitter während sie in den Sommermonaten im Urlaub sind. Und da ich gerade Semesterferien habe und versuche mir Geld für größere Reisen nach dem Studium anzusammeln, kam mir das kostenlose Wohnen gerade Recht...

Obwohl man dazu sagen muss: Italien mit dem Auto ist teuer! Allein für die Anreise habe ich knapp 70 Euro nur an Vignette (Österreich) und Mautgebühren gezahlt. Und getankt werden muss auch noch... Und alle die sich jetzt fragen, warum ich meckere.... Im letzten Monat habe ich ziemlich viel gearbeitet und auch den kompletten September werde ich arbeiten. Deswegen rechne ich mir die Kosten gerade alle in Arbeitsstunden um. Und für 70 Euro muss ich mit Mindestlohn nunmal 8 Stunden arbeiten :D Im nächsten Schritt rechne ich mir das ganze dann immer in Essen um :D  Für 70 Euro könnte ich mindestens 4 Mal lecker Essen gehen in einem Restaurant ;) 
So aber jetzt mal genug mit Finanzen, ich will mich auch gar nicht beschweren aber irgendwie hatte ich das aus den letzten Jahren einfach nicht so teuer in Erinnerung... 

Am Montag ging um 5 Uhr mein Wecker und um halb 6 bin ich dann losgefahren Richtung Italien. Einen großen Berg an Büchern im Gepäck, den ich mir zuvor in der Bibliothek ausgeliehen hatte. Die zwei Wochen alleine wollte ich für eine ausgiebige Literaturrecherche für die Bachelorarbeit nutzen. Bisher komme ich auch tatsächlich ganz gut voran. 

 

Das Haus liegt in einem Vorort und mit dem Auto brauche ich etwa 10-15 Minuten ins Zentrum. Gestern Abend wollte ich die Chance nutzen und kostenlos in eines der Museen für moderne Kunst gehen. Um 20 Uhr sollte es öffnen und nach 15 Minuten warten mit anderen Besuchern, erfuhren wir von der Sommerpause. Dass das Museum den kompletten August über geschlossen ist, steht natürlich nirgendwo... weder auf der Internetseite noch am Museum selbst... :D 

Dann bin ich alleine Pizza essen gegangen bei einem Restaurant um die Ecke. Ich war auch schon des öfteren alleine Kaffee trinken und beobachte immer wieder, dass die Menschen um mich rum, die Tatsache, dass ich alleine bin viel merkwürdiger finden als ich selbst. Sie schauen mich komisch an und vielleicht besonders in so einem geselligen Land wie Italien ist es ungewöhnlich alleine essen zu gehen. Deshalb war ich auch nicht lange alleine. Schnell hat mich das Pärchen neben mir angesprochen, mir bei der Bestellung geholfen und mich in ein nettes Gespräch verwickelt. So wurde der Abend noch sehr nett. 

 

Als ich vor ein paar Tagen im Zentrum war, hatte ich meine Kamera dabei und ein paar wenige Eindrücke möchte ich euch zeigen. 

Außerdem habe ich auf meiner Anreise wieder einen Vlog gedreht. Zwar nur sehr kurz aber es macht mir einfach Spaß. Ganz nach dem Motto: "Jedes Mal, wenn wir etwas tun, was uns mit Begeisterung erfüllt, folgen wir unserer Bestimmung." (Paulo Coelho) 

 

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Ausflug zur Walhalla

Die Vorlesungszeit ist mittlerweile seit über einer Woche zu Ende und da ich dieses Semester vorwiegend Studienarbeiten zu schreiben hatte, war die Prüfungszeit eher entspannt für mich. Eine Prüfung habe ich bereits hinter mir und eine weitere folgt morgen. Die erste Prüfung ging über Mobilität- und Ressourcenmanagement und wir haben uns in diesem Fach unter Anderem mit Architektur und berühmten Persönlichkeiten aus oder für Bayern beschäftigt. Auch die Walhalla und ihr Architekt Leo von Klenze kamen dabei zur Sprache. Die Walhalla ist eine Gedenkstätte nicht unweit von Deggendorf in der Nähe von Regensburg und ist architektonisch und geschichtlich beeindruckend. 1842 wurde das Gebäude eröffnet und umfasst seitdem über 150 Gedenktafeln und Mamorbüsten. 
Da das Gebäude nur etwa 45 Minuten Fahrtweg entfernt steht, stand es ziemlich schnell auf meiner To-Do-Liste für das Sommersemester. Langsam nähere ich mich dem Ende meines Studiums und realisiere, was ich davor hier in der Region alles noch gesehen haben möchte . 

So haben wir uns also am Montag Nachmittag auf den Weg zur Walhalla gemacht. Bereits von einigen Kilometern Entfernung kann man das Gebäude hoch oben über dem Fluss thronen sehen. Die ganze Fahrt über hingen tiefe Wolken über uns und kurz bevor wir den Anstieg zum Parkplatz erreicht hatten, landet auch vereinzelt Regentropfen auf der Windschutzscheibe. Das Auto abgestellt, hatten sich diese aber wieder eingestellt. Nach einem sehr kurzen Spaziergang vom Parkplatz zur Walhalla hoch, stand das imposante Gebäude dann vor uns. Von Regen war zu dem Zeitpunkt dann keine Spur mehr und wir konnten unseren gesamten Aufenthalt über, die Sonne genießen. 

Nachdem wir uns einen Kaffee bei der freiKOSTbar geholt haben, hieß es erstmal: Aussicht genießen. Und die hatte es in sich. An guten Tagen kann man bis nach Straubing sehen. 
Über eine Stunde haben wir letztendlich dort verbracht und das Gebäude erkundet und uns über die Aussicht gefreut. 

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Sonnenaufgang auf dem Großen Arber

Als um 2:00 Uhr mein Wecker klingelt, habe ich gerade mal 3h mehr oder weniger geschlafen. Gedöst trifft es wohl eher. Den ganzen Tag war ich damit beschäftigt, diese eine noch fehlende Studienarbeit zu schreiben. Morgen früh von 9-12 muss diese schließlich ausgedruckt im Raum A114 abgegeben werden. Trotzdem habe ich es mir nicht nehmen lassen, abends noch schnell einen Schoko-Traum zu backen, damit wir Mädels am Berg auch eine gebührende Brotzeit haben. Und Korrektur lesen und ausdrucken mach ich dann einfach nachdem wir wieder zurück sind. 

Mein Papa hat von seinen Kollegen ein Buch geschenkt bekommen, in dem steht: "Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig." Wie man sieht, liegt mein Zeitmanagement also in der Familie ;)


Ich plane schon länger, einmal vor Sonnenaufgang auf einen Berg zu steigen und mir diesen dann vom Gipfel aus anzusehen. Zum Glück hab ich hier in Deggendorf ein paar besondere Menschen um mich rum und ein paar waren sofort dabei. Sodass wir um 2:30 an einem Mittwochmorgen zu viert im Auto saßen und uns auf den Weg in den Bayerischen Wald gemacht haben. Anfangs kam zwar noch die Frage "Was machen wir hier eigentlich" auf, aber schon nach kurzer Zeit siegte die unendliche Vorfreude. 

Nach einer einstündigen Fahrt kamen wir am Fuße des Großen Arbers an. Wie es dann weitergeht und was der Tag noch so gebracht hat, seht ihr im Folgenden Video :) 

Ich bin selbst riesiger Fan von Vlogs (= Video + Blog) und könnte mir stundenlang Videos ansehen. (hahaha könnte... tu ich auch :D) Nach und nach kam die Idee warum ich nicht selbst einfach mal damit anfangen soll. Das Video schneiden macht mir total viel Spaß und diese kurzen Filme sind wunderschöne Erinnerungen. Das ist nun mein erster VLOG und ich freu mich wahnsinnig ihn mit euch teilen zu können und dürfen. 
Habt ein wenig Nachsicht mit mir :P Noch bin ich kein Star vor der Kamera und auch die Aufnahmen sind nicht von einem Profi. Aber hey es macht mir unglaublich Spaß und ich bin froh, mich damit ein Stück weit zu verwirklichen :) 

 

Ich würde mich über ein Feedback mega fett doll gigantisch freuen! 

 

P.S.: Wenn ihr euch das Video direkt in Youtube anschaut, dann ist die Qualität besser :) Dafür einfach auf den Titel oben klicken! 

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