Willkommen auf meinem Blog! 

 

 

Während meinem Auslandssemester in Chile habe ich euch hier auf all meine Abenteuer mitgenommen. Nun dient der Blog als Fundgrube für all die Dinge, die ich liebe. 

Ich freue mich über jeden der vorbei schaut und Feedback, Anregungen oder einfach nur einen netten Gruß da lässt! 



Chile: Aller guten Dinge sind drei

Hallo ihr lieben Menschen da draussen! Vor etwa zwei Wochen bin ich wieder aus Chile zurückgekehrt und ich möchte es mir nicht entgehen lassen euch ein paar Eindrücke von meinem mittlerweile dritten Besuch hier zu lassen. Leider bin ich direkt nach meiner Ankunft ziemlich krank geworden und musste dann auch für ein paar Tage ins Krankenhaus aber mittlerweile bin ich wieder komplett fit. Auch hatte ich inzwischen die ersten Tage in meinem neuen Nebenjob: ich arbeite als Werkstudent in einer großen Biomarkt-Kette. Werkstudent, da ich so bis zu 20 Stunden in der Woche arbeiten kann und nicht unter die 450€ Grenze eines Aushilfsjobs falle. Die Tätigkeit bleibt aber die gleiche. Und die macht mir bis jetzt super viel Spaß! Ich arbeite im Bistro, verkaufe also hauptsächlich Backwaren und gebe mein Fachwissen über Käse an der Käsetheke weiter. hahaha ich hab wirklich absolut keine Ahnung von Käse, aber die meisten Kunden wissen zum Glück eh, was sie wollen.

So nun aber zum eigentlichen: Chile. Ich bin am 05. Oktober in München los geflogen und hatte eine sehr lange Anreise im Vergleich zu den vorherigen Malen. Da bin ich jeweils über Paris und dann direkt nach Santiago geflogen. Paris hatte ich auch diesmal als Zwischenstopp aber dazu kam noch ein weiterer Aufenthalt von sechs Stunden in Lima. Und nachdem ich zu dieser Zeit bereits 20 Stunden unterwegs war, fühlten sich diese sechs Stunden wirklich ewig ewig ewig ewig an. "Alles hat ein Ende" dachte ich, als ich dann endlich um 4:00 Uhr morgens Ortszeit in Santiago gelandet bin. Dann ging es aber erst richtig los und um 7:00 Uhr habe ich den zwölfstündigen Bus nach Valdivia in den Süden genommen. 
Der Moment meiner Ankunft war also doppelt erfreulich: Ich hatte es endlich geschafft und beim Aussteigen wartete Luis schon auf mich. Zuhause bin ich nach einer Dusche dann erstmal in einen laaaaaaangen Tiefschlaf gefallen. Luis konnte ich zuvor noch überreden, wenigstens mit Freunden in seinen Geburtstag rein zu feiern. Am nächsten Tag wurde die Feierei dann aber nachgeholt und wir haben einen sehr schönen Tag verbracht :) 

 

Die erste Woche habe ich komplett in Valdivia verbracht. Durch mein Auslandssemester fühlt es sich wie ein Zuhause an. Ich bin auf Märkte gegangen, habe jeden Tag leckere Sachen aus dem ganzen frischen Obst und Gemüse gezaubert, bin Kaffee trinken gegangen, habe Freunde getroffen, bin auf eine offizielle Feier der Tourismus-Fakultät gegangen (der ich damals auch angehört habe). Es war einfach herrlich. Leider sind während meiner gesamten Zeit nahezu ausschließlich Bilder mit dem Handy entstanden, deswegen die schlechtere Qualität ;) 

 

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Coffee Date

Die Rubrik "Coffee Date" habe ich ja schon vor einiger Zeit ins Leben gerufen und nun bedarf es mal wieder einem kleinen Update. Tatsächlich sitze ich hier gerade mit einem köstlichen Filterkaffee mit selbstgemachter Mandelmilch und tippe diese Zeilen nachdem ich zuvor die drei Blogeinträge des Santa Cruz Treks im Huascaran Nationalpark gelesen habe. Es macht so Spaß diese Erinnerungen hier festzuhalten und mich in Momenten wie diesem noch einmal in Situationen zu versetzen. Ich wurde in letzter Zeit auch immer mal wieder gefragt, warum ich denn meinen Blog schreibe oder seit Neuestem auch die Videos veröffentliche. Neben all dem wunderbarem Feedback, wofür ich wirklich dankbar bin und über das ich mich wahnsinnig freue, kamen auch kritische Stimmen über diese "Selbstdarstellung". YouTube scheint gerade in meiner Generation ein zweischneidiges Thema. 
Ich habe auch lange darüber nachgedacht, schließlich habe ich vor einigen Monaten meinen Instagram-Account gelöscht nachdem ich dort nun ja mehr oder weniger aktiv war. Allerdings habe ich bemerkt, welche Zeit dieses Medium frisst. Ich habe täglich lange auf dieser Plattform verbracht. Dabei ging es weniger um die eigene Darstellung sondern vielmehr um die Inspiration, die ich durch verschiedene Kanäle bekommen habe. Ich habe schon länger überlegt meinen Account zu löschen und schlussendlich war es dann eine Kurzschlusshandlung und innerhalb von 15 Minuten war alles weg. 

Mein Blog liegt mir sehr am Herzen und ich liebe es durch meine Abenteuer zu "scrollen" und mich an besondere Momente zu erinnern. Auch während den längeren Reisen fand ich es schön mit Freunden und meiner Familie in Kontakt zu treten. Diejenige die gerne mehr über meine Erlebnisse erfahren wollten, blieben auf meinem Blog auf dem Laufenden. 

Mit den Videos ist es ein wenig anders. Das macht mir einfach nur wahnsinnig Spaß und wenn es auch nur einen Menschen gibt, dem ich eine Freude machen kann mit dem Video dann ist das doch schon einiges oder? :) 

 

Nun aber endlich zu meinem kleinen Update! Das letzte Video kam aus Turin. Dort konnte ich die erste Woche tatsächlich erfolgreich an meiner Bachelorthesis arbeiten und die erste Gliederung und Literaturrecherche steht.

In der zweiten Woche ist Julia mich besuchen gekommen und wir sind von Turin aus die zwei Stunden ans Meer gefahren. Dort haben wir zwei Nächte im Zelt verbracht und tagsüber klassisch am Strand gebrutzelt und Stunden im Wasser verbracht. Es war herrlich. Abends wurde das ganze dann ebenfalls klassisch mit italienischem Apperitivo und anschließendem Essen gekrönt. Die Woche verging wie im Flug und ich bin Sonntags alleine von Turin zurück nach Deggendorf gefahren und Julia ist nach München geflogen.  

 

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Ich bin in Turin!

Ihr Lieben! Ich bin in Turin. Mittlerweile schon zum dritten Mal. Zugegebenermaßen wohl nicht das Ziel Nummer eins, wenn man an Urlaub in Italien denkt. Aber eine befreundete Familie lebt hier und sucht immer mal wieder Katzen- und Haussitter während sie in den Sommermonaten im Urlaub sind. Und da ich gerade Semesterferien habe und versuche mir Geld für größere Reisen nach dem Studium anzusammeln, kam mir das kostenlose Wohnen gerade Recht...

Obwohl man dazu sagen muss: Italien mit dem Auto ist teuer! Allein für die Anreise habe ich knapp 70 Euro nur an Vignette (Österreich) und Mautgebühren gezahlt. Und getankt werden muss auch noch... Und alle die sich jetzt fragen, warum ich meckere.... Im letzten Monat habe ich ziemlich viel gearbeitet und auch den kompletten September werde ich arbeiten. Deswegen rechne ich mir die Kosten gerade alle in Arbeitsstunden um. Und für 70 Euro muss ich mit Mindestlohn nunmal 8 Stunden arbeiten :D Im nächsten Schritt rechne ich mir das ganze dann immer in Essen um :D  Für 70 Euro könnte ich mindestens 4 Mal lecker Essen gehen in einem Restaurant ;) 
So aber jetzt mal genug mit Finanzen, ich will mich auch gar nicht beschweren aber irgendwie hatte ich das aus den letzten Jahren einfach nicht so teuer in Erinnerung... 

Am Montag ging um 5 Uhr mein Wecker und um halb 6 bin ich dann losgefahren Richtung Italien. Einen großen Berg an Büchern im Gepäck, den ich mir zuvor in der Bibliothek ausgeliehen hatte. Die zwei Wochen alleine wollte ich für eine ausgiebige Literaturrecherche für die Bachelorarbeit nutzen. Bisher komme ich auch tatsächlich ganz gut voran. 

 

Das Haus liegt in einem Vorort und mit dem Auto brauche ich etwa 10-15 Minuten ins Zentrum. Gestern Abend wollte ich die Chance nutzen und kostenlos in eines der Museen für moderne Kunst gehen. Um 20 Uhr sollte es öffnen und nach 15 Minuten warten mit anderen Besuchern, erfuhren wir von der Sommerpause. Dass das Museum den kompletten August über geschlossen ist, steht natürlich nirgendwo... weder auf der Internetseite noch am Museum selbst... :D 

Dann bin ich alleine Pizza essen gegangen bei einem Restaurant um die Ecke. Ich war auch schon des öfteren alleine Kaffee trinken und beobachte immer wieder, dass die Menschen um mich rum, die Tatsache, dass ich alleine bin viel merkwürdiger finden als ich selbst. Sie schauen mich komisch an und vielleicht besonders in so einem geselligen Land wie Italien ist es ungewöhnlich alleine essen zu gehen. Deshalb war ich auch nicht lange alleine. Schnell hat mich das Pärchen neben mir angesprochen, mir bei der Bestellung geholfen und mich in ein nettes Gespräch verwickelt. So wurde der Abend noch sehr nett. 

 

Als ich vor ein paar Tagen im Zentrum war, hatte ich meine Kamera dabei und ein paar wenige Eindrücke möchte ich euch zeigen. 

Außerdem habe ich auf meiner Anreise wieder einen Vlog gedreht. Zwar nur sehr kurz aber es macht mir einfach Spaß. Ganz nach dem Motto: "Jedes Mal, wenn wir etwas tun, was uns mit Begeisterung erfüllt, folgen wir unserer Bestimmung." (Paulo Coelho) 

 

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Ausflug zur Walhalla

Die Vorlesungszeit ist mittlerweile seit über einer Woche zu Ende und da ich dieses Semester vorwiegend Studienarbeiten zu schreiben hatte, war die Prüfungszeit eher entspannt für mich. Eine Prüfung habe ich bereits hinter mir und eine weitere folgt morgen. Die erste Prüfung ging über Mobilität- und Ressourcenmanagement und wir haben uns in diesem Fach unter Anderem mit Architektur und berühmten Persönlichkeiten aus oder für Bayern beschäftigt. Auch die Walhalla und ihr Architekt Leo von Klenze kamen dabei zur Sprache. Die Walhalla ist eine Gedenkstätte nicht unweit von Deggendorf in der Nähe von Regensburg und ist architektonisch und geschichtlich beeindruckend. 1842 wurde das Gebäude eröffnet und umfasst seitdem über 150 Gedenktafeln und Mamorbüsten. 
Da das Gebäude nur etwa 45 Minuten Fahrtweg entfernt steht, stand es ziemlich schnell auf meiner To-Do-Liste für das Sommersemester. Langsam nähere ich mich dem Ende meines Studiums und realisiere, was ich davor hier in der Region alles noch gesehen haben möchte . 

So haben wir uns also am Montag Nachmittag auf den Weg zur Walhalla gemacht. Bereits von einigen Kilometern Entfernung kann man das Gebäude hoch oben über dem Fluss thronen sehen. Die ganze Fahrt über hingen tiefe Wolken über uns und kurz bevor wir den Anstieg zum Parkplatz erreicht hatten, landet auch vereinzelt Regentropfen auf der Windschutzscheibe. Das Auto abgestellt, hatten sich diese aber wieder eingestellt. Nach einem sehr kurzen Spaziergang vom Parkplatz zur Walhalla hoch, stand das imposante Gebäude dann vor uns. Von Regen war zu dem Zeitpunkt dann keine Spur mehr und wir konnten unseren gesamten Aufenthalt über, die Sonne genießen. 

Nachdem wir uns einen Kaffee bei der freiKOSTbar geholt haben, hieß es erstmal: Aussicht genießen. Und die hatte es in sich. An guten Tagen kann man bis nach Straubing sehen. 
Über eine Stunde haben wir letztendlich dort verbracht und das Gebäude erkundet und uns über die Aussicht gefreut. 

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Sonnenaufgang auf dem Großen Arber

Als um 2:00 Uhr mein Wecker klingelt, habe ich gerade mal 3h mehr oder weniger geschlafen. Gedöst trifft es wohl eher. Den ganzen Tag war ich damit beschäftigt, diese eine noch fehlende Studienarbeit zu schreiben. Morgen früh von 9-12 muss diese schließlich ausgedruckt im Raum A114 abgegeben werden. Trotzdem habe ich es mir nicht nehmen lassen, abends noch schnell einen Schoko-Traum zu backen, damit wir Mädels am Berg auch eine gebührende Brotzeit haben. Und Korrektur lesen und ausdrucken mach ich dann einfach nachdem wir wieder zurück sind. 

Mein Papa hat von seinen Kollegen ein Buch geschenkt bekommen, in dem steht: "Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig." Wie man sieht, liegt mein Zeitmanagement also in der Familie ;)


Ich plane schon länger, einmal vor Sonnenaufgang auf einen Berg zu steigen und mir diesen dann vom Gipfel aus anzusehen. Zum Glück hab ich hier in Deggendorf ein paar besondere Menschen um mich rum und ein paar waren sofort dabei. Sodass wir um 2:30 an einem Mittwochmorgen zu viert im Auto saßen und uns auf den Weg in den Bayerischen Wald gemacht haben. Anfangs kam zwar noch die Frage "Was machen wir hier eigentlich" auf, aber schon nach kurzer Zeit siegte die unendliche Vorfreude. 

Nach einer einstündigen Fahrt kamen wir am Fuße des Großen Arbers an. Wie es dann weitergeht und was der Tag noch so gebracht hat, seht ihr im Folgenden Video :) 

Ich bin selbst riesiger Fan von Vlogs (= Video + Blog) und könnte mir stundenlang Videos ansehen. (hahaha könnte... tu ich auch :D) Nach und nach kam die Idee warum ich nicht selbst einfach mal damit anfangen soll. Das Video schneiden macht mir total viel Spaß und diese kurzen Filme sind wunderschöne Erinnerungen. Das ist nun mein erster VLOG und ich freu mich wahnsinnig ihn mit euch teilen zu können und dürfen. 
Habt ein wenig Nachsicht mit mir :P Noch bin ich kein Star vor der Kamera und auch die Aufnahmen sind nicht von einem Profi. Aber hey es macht mir unglaublich Spaß und ich bin froh, mich damit ein Stück weit zu verwirklichen :) 

 

Ich würde mich über ein Feedback mega fett doll gigantisch freuen! 

 

P.S.: Wenn ihr euch das Video direkt in Youtube anschaut, dann ist die Qualität besser :) Dafür einfach auf den Titel oben klicken! 

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Auf einem Frachtschiff nach Iquitos

Dieser Blogeintrag wird wohl einer meiner Favouriten werden. Ganz einfach weil die 3-tägige Fahrt auf dem Frachtschiff ein einmaliges Erlebnis war. Aber von vorne: Gerade befinden wir uns in Iquitos, die grösste Stadt der Welt die nur mit dem Flugzeug oder dem Boot zu erreichen ist. Also von Landwegen komplett ausgeschlossen. Schon vor meiner Reise habe ich von der Möglichkeit gehört mit einem Frachtschiff diese Strecke zurück zu legen. Das klang mir sehr nach Abenteuer und somit haben wir uns in Tarapoto genauer darüber informiert. Alles was man für diese Reise benötigt sind eine Hängematte und Tupperdosen, da man Essen auf dem Schiff bekommt aber eben seinen eigenen Teller mitbringen muss. Letzteres hatten wir bereits und deswegen fehlten uns lediglich die Hängematten. Diese werden aber sowohl in Tapraoto als auch in Yurimaguas (von hier aus startet das Boot) in allen Farben und Grössen angeboten. Tarapoto ist die nächstgrössere Stadt aber auch in Yurimaguas war überraschend gross. 

In Tarapoto wusste niemand wann das Schiff genau ablegen wird, weswegen wir uns morgens einfach auf die zweistündige Fahrt nach Yurimaguas gemacht haben und uns dort auf die Suche nach Hängematten begeben haben. Wir haben etwa 12 Euro gezahlt, wohingegen wir in Tarpoto das doppelte gezahlt hätten. Da wir nicht wussten, wie das Essen sein wird haben wir uns vorsichtshalber mit ein paar Mangos, Tomaten, Avocados und Brot eingedeckt. Sehr gute Entscheidung denn somit konnten wir den täglichen Reis ein wenig aufpeppen. Auf der Reise ernähre ich mich bis auf ein paar wenige Ausnahmen vegetarisch, weswegen es dann eben nur Reis mit Kartoffeln gab 😉 

 

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Der Aufstieg - Parque Huascaran Teil III

Der dritte Tag auf dem Santa Cruz Trek begann sehr früh. Wir wollten früh genug über den höchsten Punkt der Wanderung sein, denn morgens scheint es immer besseres Wetter zu geben als bereits mittags. Ein englisches Pärchen bestätigte uns am Abend zuvor noch den schwierigen Aufstieg. Sie hatten diesen Part bereits hinter sich, da sie den Trek in umgekehrter Richtung machten. Also ging es bereits um 8 Uhr los. Was soll ich sagen: nach einer Stunde mit ziemlicher Steigung auf über 4000m war ich schon ziemlich am Ende und habe immer Mal wieder eine Pause benötigt. So ging das Ganze dann drei Stunden, bevor ich fix und fertig oben angekommen bin. Während dem Aufsteig hat es immer wieder geschneit und geregnet und auch vom höchsten Punkt Punta Union aus, hatten wir leider kein Glück und die Aussicht war durchweg neblig. Ich war so unglaublich glücklich, oben angekommen zu sein. 

Dabei wurde es beim Abstieg nicht weniger schwierig. Mein Papa hat schon immer gesagt, der Abstieg ist immer schwieriger und erfordert mehr Aufmerksamkeit. Somit ging es weitere zwei Stunden auf grossen, rutschigen Steinen abwärts. Hinter jeder Kurve erhoffte ich mir den Campingplatz. Schlussendlich haben wir dann auf einer nicht ausgeschilderten Grünfläche unser Lager aufgeschlagen. 

Etwas später am Abend waren wir auch schon wieder von Unmengen Kühen umgeben. Ich hab immer ein wenig Angst, dass irgendwann mal eine Kuh das Zelt übersieht und uns nieder trampelt :D Bei solchen Gedanken hab ich immer einen Lacher von Luis sicher :D In dieser Nacht wurden wir auf jeden Fall noch einmal verschont und ich konnte schlafen, wie ein Baby. Wie so oft auf dieser Reise. 

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Intensive Tierbegegnungen - Parque Huascaran Teil II

Nachdem wir die erste Nacht auf dem Santa Cruz Trek gut überstanden haben, musste das erste Mal Frühstück zubereitet werden. Wir hatten uns im Vorhinein lange überlegt, was wir alles zu essen mitnehmen um später auf keinen Fall zu hungern aber gleichfalls nicht unnötig Gewicht mitzuschleppen. Als Frühstück gab es also jeden Morgen entweder noch die Reste vom Vortag (in diesem Fall die Nudeln mit Thunfisch-Sahne-Sosse! Mhmmm morgens um 8:00 Uhr :D) und sonst immer einen Haferbrei. Teils verfeinert mit Erdnüssen, Kakao oder Schokostückchen. 

Den kompletten Trek über führt ein Fluss paralell zum Wanderweg, weswegen man immer Wasser findet. Dieses kann allerdings durch die ganzen Tiere leider nicht getrunken werden, ohne vorher abgekocht oder gefiltert zu werden. Ich hatte vorher in Deutschland spezielle Silber-Tabletten in der Apotheke gekauft, die jeweils ein Liter Wasser filtern. Die Tabletten müssen aber zwei Stunden in dem Wasser wirken, bevor dieses getrunken werden kann. 

Somit haben wir direkt morgens so viel Wasser wie möglich gereinigt, damit wir genug fürs Frühstück und die anschliessende Tagestour hatten. 

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Absurde Tauschgeschäfte - Parque Huascaran Teil I

Vor etwa sechs Monten habe ich mit der Recherche für diese Reise begonnen. Ziemlich zu Beginn

bin ich auf den Santa Cruz Trek gestossen. Eine mehrtägige Wanderung in der Cordillera Blanca, die man sehr gut von Huaraz aus starten kann. Eine Kleinstadt etwa 6 Stunden nördlich von Lima. Die Cordillera Blanca sind sozusagen die peruanischen Alpen, nur ein wenig höher 😉 Januar und Februar gelten zwar als weniger attraktive Monate hier in den Bergen, da es zu dieser Zeit sehr viel Regen gibt aber dafür sind auch weniger Touristen unterwegs und wo Regen, da auch viel Vegetation. Und so war es auch. Ich kann immernoch nicht glauben, was für eine unglaubliche Landschaft wir vorgefunden haben und was für ein sattes grün uns in dem Nationalpark Huascaran empfangen hat.Wie so oft, kann man den kompletten Trek über eine Agentur buchen. Das bedeutet, man wandert in einer grösseren Gruppe mit einem Guide. Das gesamte Gepäck einschliesslich Essen und Zelt wird von Eseln getragen und wenn man Abends am Zeltplatz ankommt, ist alles bereits fertig. 

Bereits damals auf meinem ersten mehrtägigen Trek im Torres del Paine, kam diese Art des Reisens auf gar keinen Fall in Frage. Und somit wurde auch diesmal der Rucksack selbst getragen und nur das Nötigste eingepackt. Schliesslich verbringt man im Durchschnitt 5-7 Stunden am Tag mit dem Gepäck auf dem Rücken.

 

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Silvester in Valparaíso

Der ein oder andere hat es bei Instagram vermutlich schon mitbekommen: Valparaíso zählt zu meinen absoluten Lieblings-Städten! Hier mischen sich Künster, Kreative und Artisten unters Volk und das sieht man an jeder Ecke. Die gesamte Stadt ist voll von Graffiti. Nur schwer findet man eine weisse Hauswand. Aber es sind nicht die wahrlosen Graffitis, die man oftmals zum Beispiel in Berlin findet. In Valparaíso findet man Kunstwerke, eines schöner als das andere. Teilweise sind ganze Hauswände mit einem grossen Gemälde geschmückt. Von den wunderschönen Farben ganz zu schweigen. Aber auch kulinarisch hat Valparaiso einiges zu bieten: es gibt tausende kleine Cafés, Eisdielen mit italienischem Eis und feine Restaurants. 

Da ich in einem Airbnb gewohnt habe, wurde fast ausschliesslich selbst gekocht aber hin und wieder ein Café oder eine Kugel Eis, muss einfach sein. 

In Chile ist es - anders als in Deutschland - verboten, ein Feuerwerk zu zünden. Deswegen gibt es in den meisten grösseren Städten ein offizielles Feuerwerk. Nachdem ich am 31. erst vormittags angekommen bin, gab es erstmal eine kleine Siesta bevor die Vorbereitungen für den Abend begannen. Die ganze Stadt war voll von Leuten und man konnte eine aufgeregte Energie spüren. Nachdem ich nach wie vor ein wenig müde war, haben wir in dem Airbnb lecker gekocht und uns gegen 22 Uhr raus gewagt. Die Strassen waren bereits voll und alle Menschen am Tanzen und Trinken. Pure Lebensenergie! Normalerweise ist das Trinken von Alkohol auf der Strasse verboten in Chile. Aber an diesem Abend hat das keine Polizei interessiert.

Da Valparaíso aus lauter Hügeln und Bergen besteht und direkt am Meer liegt, haben wir uns eine Art Terasse ausgesucht von der man das Feuerwerk perfekt sehen konnte. Auf der Terasse hat ein DJ aufgelegt und alle Leute haben gesungen, getanzt und getrunken. Die Stimmung war einfach genial! 

 

 

 

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Es geht wieder los

Unglaublich: vor einer Woche bin ich erst wieder aus Berlin zurück gekommen. Am 22.12 habe ich mein Praktikum erfolgreich beendet, meine Tasche gepackt und der Hauptstadt 'Auf Wiedersehen' gesagt. Im Wahrsten Sinne des Wortes, denn es geht bestimmt bald mal wieder nach Berlin. Gefühlt hat meine Zeit in Berlin gerade erst begonnen. Freundschaften entwickeln sich eben meist nicht innerhalb von einer Woche und auch an das Arbeitsleben und die 40h-Woche musste ich mich erst einmal gewöhnen. Aber auch das werde ich ein wenig vermissen.... Ich hatte tolle Kollegen, bin jeden Tag mit dem Fahrrad in die Arbeit gefahren. 
Nachdem ich bereits in Deggendorf mit meiner lieben Laura zusammen wohne und ich es mir besser gar nicht vorstellen konnte, hatte ich auch in Berlin absolutes Glück mit der wunderbaren Ulrike. An dieser Stelle also nochmal Danke an all die tollen Menschen, die meine Zeit in dieser magischen Stadt so einzigartig gemacht haben. 

So und wo geht es jetzt hin? Nachdem ich die Weihnachtsfeiertage mit meiner Familie und meinen Freunden verbracht und absolut genossen habe, steige ich heute wieder ins Flugzeug: Es geht wieder nach Chile! Ich bin schon wahnsinnig aufgeregt und kann es kaum erwarten. 

Silvester werde ich in Valparaiso verbringen und dann am 3. Januar weiter nach Lima in Peru starten. Ich freue mich schon auf all die neuen Abenteuer und hoffe, Euch so gut es geht mitzunehmen. 

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Hallo aus Berlin

Die Zeit fliegt! Genau heute vor zwei Wochen bin ich nach Berlin gekommen. Mein nächstes großes Abenteuer. Diesmal nicht ganz so weit weg wie das letzte Mal. Aber nach Berlin wollte ich schon immer. Hiermit erfülle ich mir einen kleinen Traum. Einmal in Berlin leben. Mit dem Studium hat es in der Hauptstadt damals leider nicht geklappt, nun also für ein 4,5 Monate langes Praktikum. Mein Praktikum mache ich bei einem Start-Up im Bereich Social Media und Marketing. Das Team hat mich wahnsinnig lieb empfangen, sodass ich mich direkt wohl gefühlt habe. Nachdem die erste Woche hauptsächlich Eingewöhnung und Kennenlernen auf dem Programm stand, ging es in der zweiten Woche schon richtig zur Sache. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die kommenden Wochen. 

Jetzt endlich in Berlin zu sein, kann ich noch gar nicht so richtig fassen. Ich konnte von meiner Vermieterin ihr Fahrrad übernehmen, sodass ich nahezu nur damit unterwegs bin. Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit muss ich immer ein wenig grinsen. Ich liebe es, Fahrrad zu fahren und dann auch noch in Berlin. Das ist einfach unglaublich!!! :) 
Die Strecken sind zwar wirklich anders als in Deggendorf (haha wer hätte das gedacht) aber ich versuche eisern auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu verzichten.

An den ersten zwei Tagen bin ich abends von der Arbeit wieder gekommen und war ziemlich platt! Ich bin meistens erst so gegen halb 7 zu Hause, was natürlich wirklich ungewöhnlich ist. Aber nach ein paar Tagen gewöhnt man sich ziemlich schnell daran und muss sich manchmal dann einfach dazu zwingen, abends noch etwas zu machen. Denn ich sauge jeden kleinen Tipp, jede Empfehlung und jede Schwärmerei über Museen, Restaurants, Cafés, Bars, Clubs und so weiter auf. Ich möchte so viel wie möglich aus meiner Zeit hier in Berlin machen und freue mich auf viele weitere schöne Abende und Wochenenden. 

In einer Woche werden mich meine Eltern besuchen und mir meine Kamera mitbringen. Ab dann wird es viele schöne Bilder von mir geben. Bis dahin zeige ich Euch die Fotos vom Handy um euch einen kleinen Einblick zu geben und mich mal wieder zurück zu melden :) 

 

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Coffee Date

Vor ein paar Stunden ist mir bewusst geworden, wie besonders dieser Tag ist. Heute vor genau einem Jahr habe ich meinen Blog 'eröffnet' und meinen ersten Blogeintrag gepostet. Das war damals ein ganz besonderer Moment für mich. Kurz bevor ich nach Chile gegangen bin. Ich freue mich jedes Mal wieder über die ganzen Erinnerungen die ich hier sammeln darf. 

Was diesen heutigen Tag sonst noch so besonders macht? Lest selbst. 

 

Heute wurde die gleichgeschlechtliche Ehe im Bundestag durchgesetzt. Diese Tatsache macht mich so unglaublich glücklich! 

 

In genau 6 Monaten geht es wieder nach Südamerika. Für zwei Monate werde ich einige neue Länder entdecken. Ich bin schon jetzt am Planen. Viel zu früh, ich weiß! Aber meine Vorfreude kennt keine Grenzen! Uahhhhh 

 

Wir haben endlich Untermieter gefunden! Heute morgen haben wir den Vertrag unterschrieben und ich kann mich zurücklehnen. Jetzt sollte ich nur noch eine Bleibe in Berlin finden. Haha 

 

Hallo Muskelkater! Gestern Abend war wieder Yoga angesagt und meine Muskeln machen sich bemerkbar! 

 

Gestern Abend habe ich anstatt Haferflocken, Leibniz Kekse mit Banane, Quark und Kakao gemischt. Göttlich! Fast ein bisschen wie Tiramisu am morgen! 

 

Meine Studienarbeit nimmt endlich eine Form an. Ich sitze noch gar nicht so lange an ihr, wie es sich anfühlt. Aber schlussendlich ist man trotzdem froh, wenn Abgabetermin ist. 

 

Es ist Freitag! Mehr muss dann dazu nicht sagen. 

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Klassenfahrt nach Krakau

Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist schön! Getreu diesem Motto sind wir letzte Woche Donnerstag mit dem Bus nach Krakau gestartet. Die Fahrt wurde von dem Tourismusverein unserer Uni organisiert und dieser hatte für alle Mitglieder sogar die Anfahrtskosten übernommen. So musste man nur Hostel, Verpflegung und sonstige anfallende Kosten selbst tragen. Dementsprechend günstig wurde dieses Wochenende, vor allem da Polen generell um einiges günstiger als Deutschland ist. Das Hostel hat mir total gut gefallen. Es war im ersten Stock einer alten Burg untergebracht und genau nach meinem Geschmack eingerichtet. Die alten Gewölbe kamen gut zur Geltung und wurden vom vorherrschenden Industriedesign unterstützt. Die Dachterasse war natürlich ein absolutes Highlight! Ihr merkt, ich bin wirklich sehr begeistert von dem Hostel (Luneta Hostel Krakau) . Und das obwohl es sogar etwas außerhalb lag und wir 20 Minuten zu Fuß  in die Stadt gebraucht haben. Normalerweise ist mir eine zentrale Unterkunft immer sehr wichtig aber diesmal war es völlig in Ordnung! 

 

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Life Lately!

Seit letzter Woche bin ich eigentlich die ganze Zeit on the Road. Dazwischen nehme ich mir natürlich immer mal wieder eine Auszeit, lese ein Buch, höre ein Hörbuch oder entspanne mit einem Kaffee. Heute werde ich meine erste Yoga Stunde haben und ich bin schon so gespannt. Ich hatte bereits eine in Chile, aber der Raum war voller Menschen und so richtig konnte ich mich nicht entspannen. In Deggendorf hat nun aber ein neues Yogastudio eröffnet, somit werde ich es nochmal probieren und ab heute jeden Donnerstag zum Yoga gehen. Vor ein paar Wochen hatte ich ziemliche Schlafprobleme, bin 3-5 Mal in der Nacht aufgewacht und hab länger gebraucht um wieder einzuschlafen. Nach ein paar unangenehmen Nächten, habe ich angefangen mir tagsüber eine halbe Stunde Zeit zu nehmen und nichts zu machen. Ich lege mich 30 Minuten auf das Bett, leg das Handy weg, höre keine Musik und lese kein Buch. Dadurch wollte ich meine Gedanken schon tagsüber sortieren um ein endloses Nachdenken nachts zu verhindern. Mittlerweile habe ich eine neue Matratze und eventuell lag es auch daran ;) Denn mittlerweile schlafe ich wieder wie ein Baby. Aber trotzdem hat mir diese kleine Auszeit total gut getan. Ich schaffe es nicht jeden Tag, mir diese 30 Minuten zu nehmen aber ich versuche es. Probiert es auch mal aus. Anfangs ist es wirklich schwierig aber es lohnt sich, finde ich!
Nun aber zum eigentlichen Post: Was bei mir so los war. Zwei sehr liebe Freundinnen hatten in letzter Zeit Geburtstag. Letzte Woche waren wir zuerst etwas Trinken und anschließend im Hochschulkino und haben den Film ‚Me before you’ angesehen. Den hatte ich bereits auf meinem Flug von Santiago zurück nach München angesehen. Bereits da hab ich schon die ein oder andere Träne vergossen (ob vom Film oder dem Abschied sei dahingestellt :P) und es kamen einige Erinnerungen hoch. Ich mag den Film richtig gern und wir hatten einen tollen (Geburts-)Tag zusammen.
Gestern ging es dann mit dem zweiten Geburtstagskind an die Donau. Jeder hat etwas zu Essen mitgenommen, ich habe noch einen Kuchen gebacken und so hatten wir ein Picknick mit lauter Leckereien. Das Geburtstagskind ist etwas jünger als ich und wird ab Oktober für ein Praktikum nach Costa Rica gehen. Ich bin so gespannt, was sie dort erleben wird und freue mich auf Erzählungen. 

Das Wetter war traumhaft und ich bin definitiv bereit für mehr solcher sommerlichen Tage.

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Berlin, Berlin, Berlin!

Von dieser Postkarte habe ich damals bei meinem ersten Besuch in Berlin ein paar mehrere Exemplare mitgehen lassen. Eine hängt unter Anderem an unserem Kühlschrank und immer wenn ich sie entdecke, denke ich mir: JA.... irgendwann geht es nach Berlin. Und nun ist es soweit. Vor etwa einer Woche, kam die Zusage für mein Praktikum in Berlin. Ursprünglich wollte ich nach Hamburg. So kommt es eben immer anders. Ich werde also tatsächlich ab Ende August für vier Monate als Praktikantin im Online Marketing bei einem Start-Up im Bereich Food anfangen. Besser hätte ich es also gar nicht treffen können. Meine Liebe zu Lebensmitteln, Essen, Kochen und Backen gepaart mit Marketing, also auch der Kommunikation mit Menschen klingt für mich perfekt. Ich bin voller Vorfreude, neugierig und freue mich auf all die neuen Erfahrungen. Sowohl in beruflicher Hinsicht aber noch viel mehr persönlich.

Und dann auch noch in dieser grandiosen Stadt. Jeder hat ja so seine Meinung über Berlin: Was? Du willst wirklich nach Berlin? Da ist es doch nur grau und vor allem im Winter eklig? Und so groß! Und so laut! Und so abgespacet!

Jaaaaaaaaaaa ich weiß! Und genau das will ich doch! Ich freue mich darauf, jeden morgen mit der Ubahn fahren zu müssen, das laute Rauschen der vielen Autos oder wenn nachts betrunkene Menschen unter meinem Fenster anfangen zu gröhlen. Denn gleichzeitig bietet mir eine Großstadt wie Berlin auch die Möglichkeit, unterschiedliche Menschen kennen zu lernen, am Montag nachmittag spontan ins Museum zu gehen oder auch am Sonntag Mittag noch einen Ort zu finden, an dem ich einen Kasten Bier für den Tatort mit Freunden bekomme (ich freu mich jetzt schon auf den Späti meines Vertrauens ;) )

 

Damals nach meinem Abitur hatte ich bereits fest vor, nach Berlin zu gehen. Ich hatte auch ein Vorstellungsgespräch für ein duales Studium in einem Hotel. Schlussendlich ist es damit nichts geworden sondern zwei meiner besten Freunde sind nach Berlin gezogen. Ein paar Mal habe ich die zwei schon besucht und die Energie dieser Stadt aufsogen dürfen. 

In Valdivia (Chile) habe ich zwar auch in einer Stadt gewohnt, die um einiges größer als Deggendorf ist. Trotzdem war es aber auch keine Großstadt. Worüber ich im Nachhinein wirklich froh bin. Die Südamerikanischen Städte kann man nun wirklich nicht mit den Deutschen vergleichen. Nun aber bin ich bereit für die Abenteuer einer wirklichen Großstadt wie Berlin. 

Nun beginnt also die Suche für ein Zimmer in einer grandiosen Berliner WG! Los gehts! 

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Ab ins Allgäu!

Nachdem wir die letzten Vorlesungen am Freitag gemeistert hatten, haben sich Laura und ich direkt auf den Weg ins Allgäu nach Kempten gemacht. Dort wohnt Nici, von der ihr hier bestimmt schon öfter Mal auf dem Blog gelesen habt. Wir haben uns in Chile kennen gelernt. Sie hat nur eine Straße weiter gewohnt und es verging kein Tag an dem ich nicht mittags auf einen Kaffee oder abends auf ein nettes Gespräch vorbei gekommen bin. Zurück in Deggendorf geht sie mir ziemlich ab und ich hab mich so gefreut, dass es mit unserem Treffen wirklich geklappt hat.

Wir sind also Freitag Mittag Richtung Süden gestartet (an einem Freitag um 2 Uhr zu versuchen, München zu umfahren, war definitiv nicht die beste Idee :D) und sind aber doch ganz gut durchgekommen. Nach etwas mehr als drei Stunden sind wir dann in Kempten angekommen und standen mit Gepäck zum Übernachten und einer kleinen Torte vor Nici’s Haustür. Da Nici eine Glutenintolleranz hat, ist besagter Kuchen nicht nur ohne industriellem Zucker sondern auch komplett ohne Mehl. Anstatt dem Mehl habe ich einfach gemahlene Mandeln genommen. Vegan sollte er auch sein, allerdings habe ich vergessen eine Mandelmilch zu kaufen und deswegen sind 100ml Kuhmilch drin gelandet. Nachdem er aus dem Ofen kam, war ich erst mal ziemlich enttäuscht, denn beim letzten Mal war er viel mehr aufgegangen. Bei der letztendlichen Verköstigung war ich dann aber wirklich begeistert und er war so richtig schön matschig weich noch von innen.

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Was heißt eigentlich SoLaWi? Und woher kommen meine Lebensmittel?

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ZWISCHENSTAND

Lang lang ist er her der letzte Blogpost. Ich könnte jetzt sagen, dass ich viel in der Uni zu tun hatte, dann war Ostern pipapo. Aber um ehrlich zu sein, hat mir ein wenig die Motivation gefehlt und ich habe eine kleine Inspirationspause gebraucht. Ich musste mir erst mal eingestehen: so soll es mit dem Blog nicht weitergehen. Seit langem schon verfolge ich die verschiedensten Blogs und habe es schon oft mitbekommen, wie auf einmal nichts mehr kam und war immer sehr enttäuscht. Also habe ich mich auf die Suche nach viel Inspiration gemacht und mich gefragt, wohin dieser Blog überhaupt führen soll. Soll es ein Food-, Reise- oder Fashionblog werden. Letzteres wohl eher unwahrscheinlich aber eben häufig in diesen Kombinationen vorhanden.

Und zu 100% weiß ich das vermutlich auch immer noch nicht so wirklich. Wo soll die Reise hingehen. Aber ich weiß, dass ich das Schreiben nicht aufgeben will, weil ich es dafür viel zu gerne mache. Und ob ich nun viele Follower habe oder nicht, spielt dabei ja keine Rolle. Ich freue mich über jeden, der hier in meiner kleinen Ecke des Internets vorbei schaut und Inspiration, Grüße oder seine Meinung dalässt. Vielmehr sehe ich dies als kleines Tagebuch an, in dem ich meine aufregenden, schönen und bewegenden Momente festhalte.

Klar ist: bald wartet wieder ein großes Abenteuer auf mich. Im kommenden Wintersemester 2017/2018 werde ich mein Praxissemester antreten und mich in die Arbeitswelt stürzen. Es werden schon fleißig Bewerbungen in die ganze Welt versendet und ich bin selbst gespannt, wohin es mich diesmal verschlägt. Wie mein Praktikum inhaltlich überhaupt aussehen soll, erzähle ich euch ein anderes Mal.

Jetzt bin ich erst mal froh, meine Rückkehr bekannt zu geben und euch in Zukunft wieder mit regelmäßigen Beiträgen zu füttern.                      

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Ein schneller und leckerer Quiche Boden

Bevor ich letzte Woche in Berlin war, habe ich ein paar schöne Tage mit Lisa in Leipzig verbracht. Seit Chile hatten wir uns zwar schon das ein oder andere Mal gesehen aber selten alleine und es gab unglaublich viel zu erzählen. Wir sind stundenlang durch die Stadt spaziert und haben über Gott (im wahrsten Sinne des Wortes), Menschen und das Leben geredet. Dabei sind wir einmal bei einem Café hängen geblieben, wo es eine unglaublich leckere Gemüsequiche gab. Die Füllung war so unglaublich cremig aber gleichzeitig nicht fettig schwer wie manch Sahne-Füllung. In den letzten Tagen habe ich vergeblich nach Rezepten gesucht, die diese locker, leichte aber doch cremige Füllung haben. 

Für den Teigboden habe ich mich von meinem momentanen Lieblingskochbuch 'a modern way to eat' von Anna Jones inspirieren lassen und die Füllung frei Schnauze gemacht. Der Boden ist wirklich super lecker und in weniger als 5 Minuten ist er fertig und braucht zum Blindbacken auch keine Backbohnen wie so manch anderer Teig. 

Um die cremige Konsistenz hinzubekommen habe ich mir überlegt, Blumenkohl zu pürieren und mit etwas (im Verhältnis sehr wenig) Sahne zu mischen. Ich bin noch nicht ganz überzeugt von der Konsistenz aber daran arbeite ich noch. 

Der Boden ist allerdings super lecker und werde ich jetzt definitiv öfter machen. 

Ich habe mich für eine Auflaufform entschieden, da ich so mehr Füllung reinbekomme als bei einer normalen Quicheform. 

 

Hier nun das Rezept: 

 

Teig: 

200g Vollkornmehl oder helles Dinkelmehl 

einige Zweige Thymian, Majoran oder Rosmarin 

1 Prise Salz 

50ml Olivenöl 

75ml kaltes Wasser 

 

Füllung: 

1 Blumenkohl

500g Blattspinat (frisch oder tiefgefroren)

1 Zwiebel 

1 Becher (200g) Sahne 

4EL Balsamico Essig  

1EL Zucker 

100g Käse (Feta, Parmesan oder jeder beliebige Reibekäse) 

Salz Pfeffer, Muskatnuss zum Würzen

 

Den Backofen auf 210°C (190°C Umluft/ Gas Stufe 7) vorheizen.

Für den Teig zunächst Mehl mit den Kräutern und dem Salz in der Küchenmaschine mischen, dann das Öl zugießen und erneut vermischen. Etwa 75ml kaltes Wasser hinzufügen, bis sich der Teig zu einer Kugel formen lässt. (Falls keine Küchenmaschine vorhanden ist, geht das genauso gut von Hand.) 

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche in Größe der Form (Pieform oder Auflaufform) ausrollen. Den Teigboden mehrmals mit der Gabel einstechen und 12 Minuten blindbacken (ohne Backbohnen). 

Indem ihr auf die Bilder klickt, erscheinen sie größer. 

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Life lately und Hauptstadt Calling!

Ende Februar habe ich meinen Geburtstag gefeiert, der wie vor 22 Jahren auf den Faschingsdienstag fiel. Morgens war ich mit (fast all) meinen Lieblingsmädels einschließlich meiner Mama und meiner Schwester in der Stadt Frühstücken. Einige waren sogar verkleidet und auch ich habe mich namensgetreu als Fee verkleidet. Meine Mama hatte mir als Geburtstagsgeschenk im Vorhinein ein Tütü genäht und so fehlten nur noch kleinere Details wie z.B. der Luftballon von Sabi um mein Outfit zu perfektionieren. Nach dem Frühstücken sind wir dann zu Lisa nach Hause gegangen, da sie direkt um die Ecke wohnt und haben dort den ganzen Tag die Küche besetzt. Später kamen auch noch die Jungs dazu, wir haben den ein oder anderen Sekt getrunken und die Zeit ist nur so verflogen. Gekocht haben wir dann auch noch und sind  zum Feiern losgezogen. Ich bin aber dann ziemlich bald gegangen, da ich am Vorabend im Ratskeller bereits feucht fröhlich in meinen Geburtstag hereingefeiert habe und irgendwann nur noch todmüde war. An dieser Stelle nochmal Danke an all die Lieblingsmenschen, die diesen Tag mit mir verbracht haben oder ihn besonders gemacht haben, weil sie an mich gedacht haben. Ihr seid die Besten! 

 

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Weihnachten und ein Erdbeben!

Weihnachten das erste Mal ganz weit weg von der Familie! Davor hatte es mir schon ein wenig gegraut. Ist es doch ein Tag, der normalerweise ganz im Zeichen der Familie steht. Aber die Vorfreude auf etwas Neues und Ungewohntes hat gesiegt. Noch nie musste man sich selber um das Essen an Heiligabend kümmern oder gar den Timetable vorgeben. 

Der Tag fing ziemlich stressig an indem ich um halb 12 einen Anruf von Laura erhalten habe und mitten aus dem Tiefschlaf gerissen wurde. Wir hatten uns um 11 Uhr mit Nici in der Stadt verabredet um gemeinsam das Leihauto von Nici abzuholen. Ihre Familie ist am 24. morgens angekommen. Aber davor wollten wir noch alle gemeinsam im großen Supermarkt einkaufen gehen. Was für ein Luxus einfach in die Tiefgarage zu fahren, nach dem Einkauf das Auto vollzupacken und dann vor der Haustür alles ganz bequem ins Haus räumen. Und auch generell war es komisch in der 'eigenen' Stadt das erste Mal mit Auto unterwegs zu sein. Geht man doch sonst wirklich alles zu Fuß und überlegt bei jedem Einkauf, was überhaupt getragen werden kann... 

Im Supermarkt war natürlich die Hölle los und wir waren alle drei heilfroh als wir wieder draussen waren. Voll gepackt mit allerlei leckeren Sachen für die nächsten Tage. 

Danach hieß es schnell ab nach Hause und die letzten Geschenke fertig machen, bevor ich wieder los zur Laura gestartet bin. Dort haben wir dann alles vorbereitet für unseren Weihnachtsempfang. Da einige der Chilenen abends mit ihrer Familie gefeiert haben, wollten wir vorher alle gemeinsam einen Sekt trinken. Letztendlich kamen dann nicht viele Chilenen aber auch Nici und ihre Familie war dabei was unglaublich schön war. In 2er-Teams haben wir Finger Food vorbereitet und es war richtig lecker. Schon etwas beschwipst sind dann einige von uns anschließend in die Kirche gegangen. Viel haben wir vom Gottesdienst nicht verstanden, außer die üblichen Abläufe eben. Deswegen bin ich mit meinen Gedanken oft abgeschweift, habe selbst Gebete gesprochen und das letzte Jahre Revue passieren lassen. Viel ist passiert und jetzt wo es langsam auf 2017 zuläuft, kann ich sagen was für ein grandioses Jahr 2016 war. Ich habe einige traurige Sachen erfahren müssen aber die anderen Erfahrungen, die mich prägen und glücklich machen, überwiegen. 

 

Nach der Kirche ging es schnell wieder zurück zur Laura, wo die Jungs schon auf uns gewartet haben und es gab ein herrlich, herrlich leckeres Abendessen. In einem Moment meinte Ludi: Fee ich bewundere dich, wie du so lange kochen kannst ohne die Geduld zu verlieren. Und es stimmt, ich könnte den ganzen Tag kochen. Genau das Gegenteil ist der Fall, denn sobald ich in der Küche bin, kann ich mich entspannen. Und ich liebe es meine Familie und Freunde zu bekochen. 'Das Essen ist lecker' ist wohl das schönste Kompliment, das man mir machen kann. Sobald ich in Deutschland bin werde ich wieder viele neue Sachen ausprobieren. Hier fehlt mir doch öfter Mal die richtige Ausstattung. Aber dadurch lerne ich zu improvisieren, was fast noch mehr Spaß macht! 

 

Am nächsten Morgen beim Frühstücken war es dann so weit: mein erstes Erdbeben! Zuerst war ich völlig verwirrt und dachte ich falle gleich in Ohnmacht, weil ich das Gefühl hatte alles dreht sich um mich rum. Auch mein Haus hat richtig gewackelt und sich hin und her gewiegt. Es hat sich auch wahnsinnig lang angefühlt. Für die Chilenen war das quasi nichts... Umso verwunderter war ich dann, als wenig später jede Menge Nachrichten aus Deutschland kamen, ob es mir gut ginge. Dadurch wurde mir erst bewusst wie stark es wirklich war. Das Epizentrum liegt in der Nähe von Chiloé, wo wir vor einiger Zeit noch waren. Zunächst wurde eine Evakuierung der Küste angeordnet, welche aber wenig später wieder aufgehoben wurde. 

Es war ein verrücktes Gefühl und viele Chilenen haben mir danach geschrieben und mir zu meinem ersten Erdbeben gratuliert. Und auch ich finde es interessant es einmal miterlebt zu haben. Aber gleichzeitig denke ich an die Familien, deren Häuse eingestürzt sind oder Menschen, die verletzt wurden. 

 

Am Mittwoch habe ich noch meine letzte Prüfung, Silvester werde ich noch in Valdivia verbringen und dann geht es endlich wieder auf große Reise bevor ich Anfang Februar schon wieder zurück nach Deutschland fliege. 

Die Bilder sind natürlich wieder nicht bester Qualität aber voller Erinnerungen. 

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LIFE LATELY

Die letzten Wochen hat sich viel getan hier in Valdivia. Mittlerweile ist der Sommer endgültig angekommen! Alles blüht und leuchtet so schön grün und jeden Morgen werde ich von der Sonne geweckt. Dafür, dass Valdivia die regenreichste Stadt ganz Südamerikas sein soll hatten wir wirklich Glück! Es gab nur sehr wenige Tage, an denen es durchgehend geregnet hat und man das Haus wirklich nicht verlassen wollte. 

Das gute Wetter lies Anlass für viele Ausflüge oder Nachmittage bei Kaffee in der Sonne. 

Vor zwei Wochen sollten wir für einen Kurs einen Stand auf dem Gastronomiefestival in Valdivia entwerfen. Meine Gruppe und ich hatten das Thema Immigranten Chiles und so hat jeder von uns ein Land vorgestellt. Ich als waschechte Chilenin habe natürlich Chile repräsentiert. ;) Den Rock, den man auch in meinem letzten Post sieht,  durfte ich behalten und habe somit ein richtig schönes Andenken. 

 

Anfang des Semesters hatten die Studenten gestreikt weswegen dieses dann um fast sechs Wochen nach hinten verschoben wurde. Seit letzter Woche streiken nun die Professoren. Für uns in Deutschland undenkbar. Vor allem die Kommunikation lässt mich immer wieder schmunzeln und teilweise muss ich mich selbst daran erinnern, dass es in Südamerika eben alles anders abläuft. Generell war der Streik sehr spontan und so richtig wusste niemand wie es abläuft. Mittlerweile treffen sich alle Professoren fast täglich mit dem Komitee um ein höheres Gehalt auszuhandeln. Sobald sich die beiden Parteien einigen gilt die 24h Regel: Nach dieser Zeit wird der Unterricht wieder regulär aufgenommen und die Professoren können Abgaben einfordern und Prüfungen schreiben. 

Ich schiebe durch diesen Streik nun zwei Prüfungen, eine Präsentation und zwei Abgaben ständig vor mir her und sobald der Unterricht wieder aufgenommen wird, kommt das natürlich alles auf einmal auf mich zu. Deswegen versuche ich so gut es geht, die Zeit zu nutzen und alles fertig zu bekommen! Aber ein wenig genießt man die gewonnene Zeit natürlich auch. So waren wir ja letzte Woche für eine Nacht mit den chilenischen Jungs campen. Ich habe in dem Blogeintrag ja so von dem Fisch geschwärmt. Das Foto unten habe ich noch gefunden. Ist zwar nicht das schärfste aber es muss einfach dokumentiert werden.  

Ansonsten habe ich noch ein paar Bilder aus der letzten Zeit dran gehängt. 

In ein paar Tagen werden wir uns schon von Basti und Ludi verabschieden müssen. Die beiden reisen nochmal in den Norden bevor es dann Anfang Januar nach Hause geht. Deshalb ist dieses Wochenende das letzte für uns alle gemeinsam. Natürlich wird man sich noch öfter in Deutschland sehen aber doch ist es das Ende einer wunderbaren gemeinsamen Zeit. 

 

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Spanisch oder doch Chilenisch?

Als ich mich vor über einem Jahr für Chile entschieden habe, war Ziel Nummer eins meine Sprachkenntnisse in Spanisch zu verbessern. Ich hatte zwar gehört, dass es in diesem Land einen starken Dialekt gibt, aber das haben wir in Bayern auch also umso sympathischer. Und die Chilenen selbst lachen darüber nur: Wenn du uns verstehst, dann verstehst du jedes Spanisch auf der ganzen Welt.

Nun bin ich beinahe am Ende meines Auslandssemesters angekommen und frage mich, ob ich mein Ziel erreicht habe. Ziemlich naiv bin ich mit der Erwartung hier angereist, danach quasi perfekt Spanisch sprechen zu können. Ich verstehe zwar kein Wort französisch, aber mein Papa war im Studium in Frankreich und jedes Mal im Urlaub hat er so flüssig, für meine Ohren in perfektem Französisch mit den Leuten dort geredet. Das wollte ich auch.

Soviel vorweg: Ich spreche absolut kein perfektes Spanisch. In letzter Zeit wurde ich von vielen Freunden und Bekannten zuhause gefragt: Aber jetzt kannst du es perfekt oder? Hinter dieser Frage steht reines Interesse und auch ich habe früher Freunde, die längere Zeit im Ausland verbracht haben, die selbe Frage gestellt. Aber es schürt Erwartungen, die eben oftmals nicht erfüllt werden können. 

Vermutlich hat das auch viel damit zu tun, dass ich hier viel Zeit mit Deutschen verbringe. Insgesamt waren wir etwa 20 deutsche Austauschstudenten, da bleibt ein gewisser Kontakt nicht aus. Von vornherein hat man eben etwas gemeinsames! Und damit mein ich nicht nur die gleiche Sprache, sondern auch die gleichen Werte, die Uni läuft gleichermaßen ab, wir feiern alle ähnlich Weihnachten. 

Bei mir blieb es dann aber nicht bei dem ersten Kontakt sondern ich habe wunderbare Leute kennen gelernt und Freundschaften geschlossen, die ich nicht missen möchte. Ich freue mich schon jetzt darauf, gute Freunde in verschiedenen Städten von Deutschland besuchen zu können. 

Ich spreche also trotzdem sehr viel Deutsch. Vermutlich noch mehr Deutsch als Spanisch. 

Aber das ist es mir absolut wert, denn ich verbringe eine wunderbare Zeit hier und das ist mir wichtiger als perfekt Spanisch sprechen zu können. 

Und es ist auch nicht so, als ob ich mich gar nicht verbessert habe. Das wichtigste war zunächst mal, die Scheu zu verlieren. Einfach auf Spanisch losplappern. Aber es bleibt einem ja auch nichts anderes übrig und die Chilenen freuen sich unglaublich über jedes Wort. Und ja ich kann mich verständigen, mehr sogar! Ich schreibe Prüfungen, sogar einen Businessplan auf Spanisch und führe mit den chilenischen Freunden teils Gespräche, die weit über den üblichen Smalltalk hinaus gehen. 

 

Fazit: Ich habe meine Erwartung oder mein Ziel Nummer eins nicht erreicht, aber dafür soviel mehr. Die Erfahrungen, die ich in der Uni, im Alltag oder beim Reisen gemacht habe. Ich hatte bzw. habe eine unglaubliche Zeit, die alle meine vorherigen Erwartungen sogar übertrifft und mir immer in Erinnerung bleiben wird. 
Und das schönste: die Freundschaften, die auch nach der Zeit nicht versiegen werden! Danke Chile <3  

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Chilenisch Campen

Ziemlich spontan sind wir am Mittwoch Nachmittag für eine Nacht nach Chaihuin aufgebrochen. Zuerst ging es für 30 Minuten auf eine Fähre und anschließend sind wir noch 40 Minuten mit dem Bus gefahren. Angekommen hieß es zunächst mal wieder nur Staunen. Wir befanden uns mitten in der Natur. Der Campingplatz, der etwa 4 Fußballfelder einnahm, konnte nicht annähernd mit einem in Europa verglichen werden. Sehr großzügig und natürlich in die Natur eingebunden, ohne lästige Markierung, an denen der Platz für den man bezahlt hatte, endete. So verlief der riesige Fluss auch direkt ein paar Meter von unseren Zelten entlang. Kaum die Zelte aufgebaut, sind die meisten von uns auch direkt rein gesprungen um sich eine kühle Erfrischung zu holen. 

Für den Sonnenuntergang ging es dann auf die Dünen am Meer. In Chaihuin direkt am Meer endet der Fluss 'Chaihuin' und nur eine kleine Düne trennt die beiden Gewässer voneinander. Eine wunderschöne Kulisse also. 

Als ich barfuss durch den Sand der Dünen gelaufen bin, habe ich mich für einen Moment nach Frankreich versetzt gefühlt. Seit ich denken kann, verbringen wir dort unseren Familienurlaub. Und selbst als wir alle drei Kinder schon viel zu groß waren, um noch mit Mama und Papa in Urlaub zu fahren, hat es mich und meine Geschwister jedes Jahr doch wieder für einen Besuch hingezogen, während meine Eltern stets ihren Sommerurlaub dort verbrachten. Viele meiner Kindheitserinnerungen entstanden in diesen Urlauben und jedes Mal wenn wir den kleinen Hügel vor der Ortseinfahrt überwunden hatten, kam mir die Gänsehaut. Nächstes Jahr werden meine Eltern das erste Mal nicht nach Frankreich fahren, weshalb ich ein wenig melancholisch auf die Dünen reagierte ;) 

Nach dem Sonnenuntergang ging es wieder zurück und das Feuer wurde angeschmissen, da wir alle einen rieeeeeeeesigen Hunger hatten. Ein paar der Jungs haben für uns alle Proviant besorgt und uns mit dem Essen absolut überrascht. 

Als `Vorspeise` gab es Choripan. Das übliche Grillgericht in Chile. Einfach nur eine gegrillte Chorizowurst und diese dann in einem Brot. 

Danach kam der wohl leckerste Fisch, den ich je gegessen habe. Javier hatte ihn am selben Tag ganz frisch auf dem Markt in Valdivia gekauft und mit Zwiebeln und einem Oreganosalz auf das Grillrost gelegt. Als er fertig war, haben wir uns zu acht um das Feuer gesetzt und mit den Händen vier ganze Fische vernascht. Es war so ein schöner Moment. 

Das liebe ich so an den Chilenen. Wieso brauchen wir denn Messer und Gabeln bzw. Teller? Es ist alles sehr unkompliziert und für alles gibt es scheinbar eine Lösung. 

 

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Zelten, Raften und Natur!

Letztes Wochenende ging es in die Nähe von Panguipulli, da dort ein Rafting- Festival stattgefunden hat. 

Laura und ich belegen in der Uni gemeinsam den Kurs 'Recursos Turisticos de Chile' und sollten dafür ein Video drehen, das Bezug zum Tourismus hat. Wir haben uns überlegt über dieses Festival zu drehen und sind auch richtig stolz, was daraus geworden ist. Natürlich hatten wir mal wieder die beste Begleitung, die man sich nur wünschen kann und somit haben wir zu fünft zwei wunderschöne Tage gehabt. Auch haben wir es endlich mal geschafft, campen zu gehen. Ich bin früher schon viel mit meiner Familie campen gegangen und habe es richtig genossen. 

Am Freitag ging es nachmittags los und leider hat sich die Busfahrt mit umsteigen ziemlich hingezogen, sodass wir erst gegen 9.00 Uhr am Campingplatz angekommen sind. Zu unserer Überraschung war dort allerdings sehr wenig los. Wir haben schnell die Zelte aufgebaut, gegessen und sind dann aber schnell schlafen gegangen, weil es am nächsten Morgen früh raus ging. Am Samstag waren schon mehr Leute anzutreffen aber dieses Jahr scheint das Festival wohl ein wenig untergegangen zu sein, weswegen es eher ein kleinerer Kreis war. Gegen Mittag gab es dann eine kleine Einweisung, was alle Sicherheitsvorkehrungen betrifft und dann ging es auch schon bald los. Außer Nici war es für uns alle das erste Mal beim Raften und zumindest Ludi und ich waren ziemlich nervös. Ich wollte nämlich auf keinen Fall über Bord gehen. 

Einmal im Boot konnte ich gar nicht mehr aufhören mit Kreischen und lies jede Menge Jubelschreie von mir. Das war wirklich eine einmalige Erfahrung und es hat so Spaß gemacht!! 

Leider hat uns Ludi für ein paar Minuten verlassen, aber Basti hat ihn dann wieder unbeschadet an Bord geholt und es blieb nur der Schreck. 

Die Zeit auf dem Wasser war vieeeel zu kurz und so waren wir kurze Zeit später schon wieder am Ziel angelangt. Ich freu mich schon aufs nächste Mal raften!! 

 

Zurück am Campingplatz war schon mehr los. Ein paar haben sich das Gelände genauer angesehen, einige haben geschlafen. Abends gab es dann noch ein Open-Air Kino und Wein. Sehr lecker und ein gelungener Abschluss für einen perfekten Tag. 

Ich hatte diesmal nur die Gopro dabei, weswegen die Bilder teils nicht ganz scharf sind. Trotzdem folgen jetzt einige, weil das Wochenende einfach der Knaller war. 

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Mädelswochenende in Puerto Varas

Der letzte Blogeintrag ist wirklich schon wieder sehr lange her. Das liegt größtenteils daran, dass meine Zeit hier in Valdivia und auch in Chile so langsam dem Ende zu geht und ich versuche, diese noch so gut es geht auszunutzen. Eine typische Woche beginnt am Montag um 10 Uhr mit der Uni und geht fast durchgehend bis Abends um 7. Am Dienstag geht es dann schon um 8 los, dafür haben wir aber eine lange Mittagspause. Genauso sieht es am Mittwoch aus. Das war es aber dann auch schon mit Vorlesungen für die Woche und das Wochenende wird meist abends mit einem kühlen Bier am Fluss eingeleitet. Donnerstag und Freitag stehen tagsüber dann noch die Präsentationen und Arbeiten für die Uni an und abends wird gekocht, gefeiert oder im Park entspannt. 

Oft fahren wir aber dann schon Donnerstag oder spätestens am Freitag los Richtung Süden oder Norden. Am Vorletzten Wochenende gab es ein reines Mädchenwochenende, also Nici, Laura und ich und es ging in den Süden nach Puerto Varas. Dort liegt direkt der See Llanquihue und man hat eine wunderbare Aussicht auf die gegenüberliegenden Vulkane Osorno und Calbuco. 

Wir haben wieder versucht, ausschließlich per Anhalter unterwegs zu sein und es hat wunderbar geklappt. Um unsere Chance zu erhöhen, fahren wir immer mit einem kleinen Bus an eine Mautstation der Panamericana. Der Bus kostet nur etwa 1-2 Euro, sodass wir immernoch sehr günstig unterwegs sind. Kaum ausgestiegen, hatten wir nichtmal unser Schild auseinander gefaltet, hielt auch schon ein Riesen LKW und hat uns mitgenommen. Sehr aufregend vorne in so einem Truck. 

Angekommen in Puerto Varas bezogen wir erstmal unser Hostel und haben anschließend die Stadt unsicher gemacht. 

Am nächsten Morgen ging es wieder per Anhalter auf den Vulkan Osorno. Die erste Etappe wurde mit der Seilbahn zurückgelegt, doch dann sind wurde gekraxelt. Es gab keinen wirklich Weg weshalb man mitten zwischen Schnee und Lavagestein läuft und es war dermaßen steil, dass man ständig wieder ein paar Zentimeter runtergerutscht ist.  

Die Aussicht von oben war natürlich der absolute Wahnsinn. In solchen Momenten hält man inne und ist dankbar genau jetzt an dieser Stelle sein zu dürfen. Wir sind bis zur Schneegrenze gekommen, es war unglaublich anstrengend aber man wurde mehr als belohnt. 

Ein weiteres Highlight war dann die Abfahrt á la Flying Fox ab der ersten Talstation. Ich hatte so etwas zuvor noch nie gemacht und war zwar ein wenig aufgeregt aber es hat so Spaß gemacht. Und meine Jubelschreie hat man wohl noch bis über den ganzen See gehört. 

Mehr als glücklich ging es wieder zurück nach Puerto Varas und dort haben wir uns dann mit einem leckeren Abendessen in einem Restaurant direkt am Fluss für den schwierigen Anstieg belohnt ;) 

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Ein Traumwochenende auf der Isla de Chiloé

Der Auftakt zu einem grandiosen verlängerten Wochenende! Am Freitag Mittag ging es für Simona, Nici und mich per Anhalter Richtung Chiloé. Die anderen hatten noch einen Platz im ansonsten ausgebuchten Bus erwischt. Wir allerdings versuchten unser Glück im Trampen und freuten uns auf ein Abenteuer. Wir standen noch keine 5 Minuten an der Ruta Panamericana und ließen gerade dieses Bild von uns machen, da hielt auch schon das erste Auto an und konnte uns bis Puerto Montt mitnehmen.  Diese Stadt ist einer der Verkehrsknotenpunkte wenn es in den Süden geht! 

Dort wurden wir an der Autobahnabfahrt Richtung Chiloé rausgelassen. Witziger Fact: In Chile ist es anscheinend erlaubt auf der Autobahn wahllos rumzulaufen! Öfters überqueren Leute die mehrspurige Straße, es gibt Bushaltestellen und auch wir standen direkt an der Mautstation, um die Autos möglichst gut abpassen zu können. 

 

An der Abfahrt warteten wir etwa 10-15 Minuten bevor uns ein sehr sympathisches Paar einsammelte! Diese waren am Morgen spontan vom etwa 7 Stunden entfernten Concepción aus gestartet und wussten selbst noch nicht, wo genau es auf Chiloé hingehen sollte. Also fuhren Sie uns erstmal bis zu unserem Hostel in Ancud und zogen anschließend weiter. 

Das Hostel wurde uns von chilenischen Freunden empfohlen und war wirklich super! Die Küche war unglaublich gut ausgestattet. Und da wir selbst in unseren Häusern in Valdivia keine solche Küche haben, wurde dies am zweiten Abend direkt ausgenutzt und Nici und ich haben für alle Risotto mit Muscheln gekocht. Ein weiteres erstes Mal und auch wenn ich nun sagen kann, das Muscheln nicht ganz so mein Ding sind, bin ich immerhin um eine Erfahrung reicher. Denn wie viele mögen zwar Muscheln, aber haben sie selbst noch nicht zubereitet? 

Außer der Küche bot das Hostel auch noch einige Aufenthaltsräume, war urgemütlich eingerichtet und hatte vergleichsweise breeeeeite Betten. 

Da wir relativ spät ankamen, konnten wir den Tag nicht mehr nutzen aber sind Abends noch alle gemeinsam schön Essen gegangen. Ich weiß nicht warum ich ausgerechnet an diesem Tag die Pizza einem Rindersteak vorgezogen habe welches einige orderten und nachdem ich es probiert habe, ist mir der Appetit an der Pizza schnell vergangen. Ich kann mich nicht daran erinnern, je ein solch gutes, zartes Fleisch gegessen zu haben und dazu das Kartoffelpüree und die Soße! Ein Träääääumchen!  Ich bin definitiv ein Mensch, der leichten Hang zum Futterneid hat. Aber dieses Wochenende war sowieso geprägt von Essensabenteuern! Dazu später mehr. 

 

Am Samstag starteten wir dann nach einem leckeren Frühstück an den Strand um von dort aus ein Bootstour zu den Pinguinen zu machen. Wir konnten einige Humboldt und Magallanes Pinguine beobachten. Ich hatte nie zuvor Pinguine in freier Wildbahn gesehen und diese kleinen Watscheltiere zu beobachten hat mich einfach glücklich gemacht. 

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Salar de Uyuni!!!

Am dritten und letzten Tag der Uyuni-Tour ging es dann endlich auch in die Uyuni-Wüste. Gestartet wurde nach einem leckeren Frühstück schon sehr sehr früh, da wir den Sonnenaufgang miterleben wollten. Schon nach wenigen Kilometern befanden wir uns auf der Salzebene und um uns rum konnte man kilometerweit ins Nichts sehen. Nach einer halben Stunde machten wir den ersten Stopp um der Sonne beim Aufgehen zuzusehen. Trotz Müdigkeit war die Stimmung wie immer gut. 

Ich hatte zuvor nur einige wenige Bilder der Salar de Uyuni gesehen und dementsprechend auch keine großen Vorstellungen oder Erwartungen. 

Vermutlich gelingt es mir in diesem Blogeintrag auch nicht so richtig, zu beschreiben was ich erlebt habe. Aber als sich die Sonne langsam über den Rand des Horizonts geschlichen hat und die weiße Wüste in ein wunderbar warmes und orangenes Licht getaucht hat, war ich überwältigt. Ich kann nicht wirklich erklären, was in mir vor ging aber mir kamen sofort Tränen vor Glück. Ich war glücklich, mein Auslandssemester in Chile machen zu dürfen, zuvor diese Reise machen zu können und ich war meinen Eltern dankbar! Sie unterstützen mich und ermöglichen mir, dass ich hier in Chile gerade die beste Zeit in meinem Leben habe. DANKE!

Es gab dann natürlich auch noch ein kleines Fotoshooting im Sonnenuntergang und vielleicht können die Bilder ja ausdrücken, welch magischer Moment das war! 

 

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UYUNI-Tour! Von kuriosen Steinen und einer Eisenbahnschiene mitten im Nirgendwo...

Leider hat dieser Eintrag nun etwas länger gedauert. Das liegt daran, dass mittlerweile die Uni in vollem Gange ist, die ersten Vorträge und Prüfungen stehen bald an und nebenbei darf das Feiern natürlich auch nicht zu kurz kommen ;)

Nun nehme ich mir aber Zeit und möchte vom zweiten Tag auf unserer Uyuni-Tour berichten.

Die erste, eiskalte Nacht in dem Refugio haben wir gut überstanden. Einmal bin ich allerdings aufgewacht und hab die Höhe (über 2500m) auf der wir uns befanden gemerkt. Ich hatte immer mal wieder das Gefühl, die Luft bleibt mir weg. Tief durchatmen klappte einfach nicht und auch tagsüber verfiel man nach wenigen Schritten in leichte Schnappatmung. Da dies aber die einzigen Symptome waren, die ich während der ganzen Reise hatte, möchte ich mich nicht beschweren! Da ging es manch Mitreisenden wesentlich schlimmer.

 

Das erste Ziel war der Arbol de Piedra. Eine Felsformation aus Vulkangestein, die sich über die Jahre hin durch Wind und Wetter verändert hat. Hier hatten wir Zeit für ein paar Bilder und für eine kurze Kletteraktion auf die umliegenden Steine. Nachdem wir weitergefahren sind, kreuzte direkt vor unserem Auto mitten im Nichts ein kleiner Fuchs unseren Weg. Wir hielten kurz an und ich konnte einen Schnappschuss schießen.

 

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Ein Wochenende in Pucón + Video

Letztes Wochenende waren wir in Pucon. Der kleine Ferienort liegt etwa drei Stunden von Valdivia entfernt und von dort hat man eine super Sicht auf den Vulkan Villarica. 

Wir waren etwa 12 Leute und die Gruppe war einfach genial. Wir hatten richtig viel Spaß und es war ein super Wochenende. Da das Hostel nur etwa 15 Betten hat, waren wir alleine im Hostel und konnten uns ausbreiten. Auch der Besitzer war super nett, hat uns viele Tipps gegeben und einiges organisiert. 

Einige hatten freitags keine Uni also sind wir morgens schon los. Die anderen sind Nachmittags nachgekommen. Den Freitag haben wir genutzt, um Pucon anzuschauen und wir waren im Secondhand Laden shoppen. Abends gab es dann schon den ersten Wein zum Essen und so ging es dann weiter... Der Bus am nächsten Tag sollte uns um 8 in den nahegelegenen Nationalpark bringen. Hat uns natürlich trotzdem nicht aufgehalten, noch in den einzigen Club in Pucon aufzubrechen und noch bis 3 Uhr morgens durchzutanzen. Dementsprechend fit waren wir natürlich am nächsten Tag. Aber der Stimmung hat das überhaupt keinen Abbruch getan. 

Dass es aber auch so eine lange Wanderung werden würde, damit hatten wir wohl alle nicht gerechnet :D 

Es ging drei Stunden lang nur bergauf und wir waren alle echt am Anschlag.

Die Aussicht die sich uns geboten hat, war aber mal wieder unübertrefflich! Der See der sich vor dem Vulkan erstreckt hat! 

 

Abends wollten wir noch in die natürlichen Thermalquellen und deshalb mussten wir den einzigen Bus zurück erwischen. Für eine lange Pause hatten wir also keine Zeit. Uns lag allen sehr viel daran, einen Sitzplatz im überfüllten Bus zu bekommen. 

Im Hostel angekommen hatten wir nur eine halbe Stunde Zeit, bevor wir von den Minibussen abgeholt und zu den Thermen gebracht wurden. Dort konnten wir dann 4 Stunden in den heißen Quellen entspannen. Nach der anstrengenden Wanderung hat das unglaublich gut getan. 

Da es bereits dunkel war, konnte ich keine Bilder machen. Es war alles mit Kerzen oder indirektem Licht beleuchtet und die Stimmung war total schön. 

Wieder zurück im Hostel ist jeder nur noch in sein Bett gefallen und innerhalb weniger Minuten eingeschlafen. 

Am nächsten Morgen haben wir ausgeschlafen und bereits um 13 Uhr den einzigen Bus zurück nach Valdivia genommen. Wir wären gerne noch länger geblieben. So haben wir es nur nochmal an den See geschafft und den super Ausblick genossen. 

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Bin ich eine Bloggerin?

Bereits bei meinem letzten Blogeintrag hatte ich Probleme all meine Bilder hochzuladen, da es nicht genug Speicherplatz gab. Bei Jimdo gibt es drei verschiedene Optionen für eine Webseite. Allerdings gibt es nur eine, die kostenlos ist. Dabei hat man dann aber auch nur begrenzten Onlinespeicher und wenig Spielraum bei Design und Funktionen.

Ich liebe es Texte für den Blog zu verfassen und Bilder zu schießen. Ich nehme mir gerne Zeit dafür und kann mich dabei richtig entspannen.

Nun stand ich aber vor der Entscheidung alte Blogeinträge zu löschen, den Blog aufzugeben oder ein Upgrade zu kaufen.

Die letzte Woche habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich den Blog auch in Deutschland weiterführen möchte und wenn ja, wie. Bin ich eine Bloggerin? Möchte ich eine Bloggerin werden und wie wird man überhaupt zur Bloggerin? Bereits jetzt stecke ich viel Zeit und Herzblut rein, dabei lesen momentan vermutlich nur Freunde, Familie und Bekannte mit.  Möchte ich das ausbauen? Oder es lieber bei dem kleinen, persönlichen Blog belassen?

Fragen über Fragen die ich mir nach langer Überlegung nun beantworten kann!

 

Ja ich will meinen Blog ausbauen! Auch in Deutschland über Rezepte, Urlaub und eventuell das ein oder andere DIY schreiben. Über Dinge die ich liebe und gerne mache. 

Ich bin selbst eine begeisterte Blogleserin und verfolge Einige. Daher weiß ich auch, welch wunderbare Community dadurch entstehen kann. Ich freue mich über jedes Feedback, jeden Gästebucheintrag oder Kommentar. 

Momentan besteht mein Inhalt ausschließlich aus Berichten von Chile. Aber vielleicht inspiriere ich ja jemanden, der zufällig auf meinen Blog stößt dazu, ein Auslandssemester in Chile zu machen.

Und sobald ich wieder in Deutschland bin, möchte ich mehr über meine Leidenschaft ‚Kochen’ bloggen. Es soll kein klassischer Foodblog werden aber das ein oder andere Rezept wird es geben. 

Noch habe ich keinen genauen Plan, wie es nach Chile weitergeht aber ich lass mich überraschen, wohin die Reise geht und wo ich meine Nische im großen, weiten Netz finde. Jeder fängt klein an und das ist mein Anfang. 

 

 

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UYUNI-TOUR ! Wie alles begann...

Schon lange bevor ich nach Chile gekommen bin, habe ich von dieser Tour gehört: drei Tage mit dem Jeep durch wunderschöne Landschaften in Bolivien. Bekannt unter der Uyuni-Tour, da die Salzwüste den Kern der Reise bildet. Viele der Traveller, die wir getroffen haben, beschrieben diese drei Tage als absolutes Highlight ihrer kompletten Reise. 

Im Internet las man allerdings auch viel über betrunkene Fahrer, Unfälle und Todeskälte. Man bekommt jede Menge Empfehlungen für Reiseagenturen und trifft dann ein paar Tage später andere Traveller die genau das Gegenteil über diese Agentur erzählen. Auch mein geliebter Lonely Planet hatte keine wirklichen Tipps für uns, welche Agentur denn nun wirklich gut sein sollte. 

Also haben Laura und ich uns schon am ersten Tag in San Pedro de Atacama informiert. Leichter gesagt als getan. San Pedro ist nicht sehr groß und einige Leute sagen sogar, es bestehe nur aus Hostels, Restaurants, Travelagencies und schlechtem Service. Ich mochte dieses kleine Touristenörtchen aber die Suche nach der richtigen Agentur war tatsächlich schwierig. Es gab Eeeeeeetliche und jeder bot quasi diesen Ablauf an: 

1.Tag: Laguna blanca, Laguna verde, Dali Wüste, Thermen Chalviry Hot Springs, Geysire, Laguna Colorada

Übernachtung in einem Refugio ohne Heizung oder fliessendem Wasser. 

2.Tag: Arbol de Piedra, Lagunen (Honda, Hedionda, Canapa, Chiarcota), Salzwüste Chiguana

Übernachtung in einem Salzhotel mit warmen Duschen

3.Tag: Salar de Uyuni, Insel Incahuasi, Zugfriedhof Uyuni


Wir sind von Agentur zu Agentur gelaufen und jeder hat das Gleiche erzählt. Am zweiten Tag haben wir uns dann zusammen mit Manon und Jihoh (beide auch Austauschstudenten in Valdivia) entschieden. Es hätte auch wirklich schief gehen können, denn letztendlich haben wir uns für den günstigsten und symphatischten entschieden. Das Auto oder geschweige denn den Fahrer kannten wir bis zur Grenze in Bolivien allerdings nicht. 

 

Wir wurden morgens um 8 Uhr mit einem Minibus abgeholt und kurze Zeit später aus Chile aus- und nach Bolivien eingereist. Kurz hinter der bolivianischen Grenze gab es dann ein üppiges Frühstück und wir haben unseren Guide kennengelernt: Santos. Er war erst 24 Jahre alt und super gut drauf. Bereits nach 5 Minuten im Jeep fragte er uns (wir 4+ ein Brasilianer + Irene, eine Spanierin), ob wir Reggeaton mögen. Wir hatten die ganzen drei Tage über super Stimmung im Jeep und haben bei sich ständig wiederholenden Liedern mitgesungen. 

 

Was ich in diesen drei Tagen gesehen habe, wurde in tausenden Bildern festgehalten. Aber oftmals blieb die Kamera auch aus, ich habe den Moment genossen und in meinen Gedanken ein Bild gemacht. Mir blieb öfters der Atem weg, als ich realisierte was für eine wunderschöne Landschaft mich umgibt. Ich bin jeden Tag dankbar für diese Reise und das es mir möglich ist hier in Chile zu sein. 

 

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Mit dem Fahrrad durch die Wüste

Am dritten Tag in San Pedro haben wir uns morgens Fahrräder ausgeliehen und sind ins 10km entfernte Valle de la Luna geradelt.

Innerhalb dieses Areals gibt es sozusagen verschiedene Stationen, die man besichtigen kann.

Die erste bestand aus engen und teils dunklen Gesteinshöhlen. Als es komplett dunkel war, hatte ich kurz Panik und war froh als wir den Rundweg dann beendet hatten ;) Weiter ging es zu einem Amphitheater, das als solches aber nicht mehr identifizierbar war. 

Über den kompletten Tag sind wir etwa 30-40km gefahren und die Sonne hat natürlich wahnsinnig gebrannt. Auch findet man mitten in der Wüste schwierig Schattenplätze. Es war also wirklich ein langer, anstrengender aber auch genialer Tag. Außerdem hatten wir zum Glück ziemlich gute Mountainbikes bekommen und so war zumindest der Weg kein Problem. 

Ich bin sehr froh, dass wir uns dafür entschieden haben, Fahrräder auszuleihen. Die Alternative wäre eine organisierte Tour gewesen. So haben wir das Valle de la Luna aber viel abenteuerlicher und intensiver erkunden können. Teilweise waren wir die einzige Gruppe an den verschiedenen Stationen und auch auf dem Weg hat uns nur ab und zu Mal ein Auto überholt. Die großen Touristenmassen blieben für uns also weitestgehend aus. 

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Zelt, Stockbrot, Strand und Dschungel

Zwischen den ganzen Nachträgen von meiner Reise im August durch Chile, Peru und Bolivien kommt nun ein aktueller Blogeintrag dazu, dessen Bilder ich euch nicht vorenthalten möchte. Da am Sonntag 18.September der Nationalfeiertag Chiles ist, hatten wir fast eine Woche lang frei. Es war die ganze Zeit viel los und fast jeden Abend gab es eine andere Fiesta auf der lange getanzt bzw. getrunken wurde. Um dem Trubel für kurze Zeit zu entkommen, bin ich mit Markus, Javier und Julia an den Strand zum campen gefahren. Markus durfte das Auto seines Mitbewohners nutzen und so konnten wir auf die zweistündige Busfahrt verzichten und waren in ca 40 Minuten an unserem Ziel. Ziemlich versteckt lag ein kleiner Strand am Ende einer scheinbar endlos langen, kurvigen Straße. Unsere Zelte haben wir direkt am Ufer aufgestellt. 

Bevor es dunkel wurde, haben wir noch Holz gesammelt und dann ein kleines Lagerfeuer gemacht. Im wahrsten Sinne des Wortes klein, denn so richtig wollte es nicht ausbrechen. Julia hatte für uns alle noch Stockbrotteig gemacht, Javier hat einen Käse mitgenommen und so gab es ein einfaches aber unglaublich leckeres Abendessen. Obwohl ich dazu sagen muss, dass ich hauptsächlich von Markus' und Julias Brot rentiert habe, denn mir fehlt oftmals einfach die Geduld und dann wird der Teig eben halbroh gegessen. 

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