El Tatio Geysire! Oder auch: Als ich beinahe erfroren wäre.

Die Überschrift lässt schön einiges erraten: Es war kalt! Unglaublich kalt! Aber dazu später mehr. 

Denn es war auch unglaublich früh, als wir um 4:00 Uhr in unserem Hostel abgeholt wurden. Auf vielerlei Warnung hin, hatte ich bereits so viel es geht angezogen, um nicht zu frieren. Ich war also vorgewarnt! 

Ganz im Gegenteil hingegen eine kleine deutsche Reisegruppe, die wenig später zu uns in den Bus stieg. Mutti hatte tatsächlich ihr bestes Kleid und passend dazu Ballerinas für diesen Ausflug gewählt. Da wusste ich: Mindestens eine Person wird mehr frieren als ich! 

 

Die Fahrt zu den Geysiren dauerte ca. zwei Stunden und führte mitten durch die Wüste. Anfangs konnte man die schöne Landschaft in der Dunkelheit nur erahnen. Nach und nach wurde es aber heller und der Sonnenaufgang bahnte sich an. Bevor es dann aber soweit war, sind wir auch schon bei den El Tatio Geysiren angekommen. Morgens bei Sonnenaufgang sind die Geysire besonders aktiv, deswegen sind zu dieser Uhrzeit auch einige Touristen unterwegs. 

Wie anfangs schon erwähnt, es war kalt! Ich hab so unglaublich gefroren. Hinzu kam, dass die Geysire auf über 4000m hoch liegen und vor lauter Aufregung war ich etwas schnell unterwegs. Und zack gab es dafür auch schon die Rechnung und mir wurde ziemlich schwindelig. Vor lauter Verwirrung habe ich dann sogar das Käsebrot gegessen, das Laura mir in die Hand drückte. Hier wird meine liebe Julia vermutlich vor Erstaunen vom Stuhl fallen. Als Käsefan würde ich mich nämlich nicht gerade bezeichnen. Und Julia versucht seit geraumer Zeit mich von Käse zu überzeugen. Bisher ohne Erfolg, aber ich muss sagen ich kann mich mehr und mehr anfreunden. 

Anschließend konnte man noch in sehr warmen Thermalbäder springen. Es hat natürlich einiges an Überwindung gekostet, sich aus den unendlichen Schichten an Klamotten rauszuschälen. Aber das wollten Laura und ich uns natürlich wirklich nicht nehmen lassen. Und es war sooooo schön warm :) 

Nach den Quellen ging es mit dem Bus weiter zu einem kleinen Ort. Den Weg dorthin säumte wunderschöne Landschaft und wir haben außergewöhnliche Vögel und Lamas gesehen. Vielleicht waren es aber auch Alpakas oder Vicunas. Der Unterschied wurde mir auf jeden Fall öfters erklärt aber bestimmen kann ich Sie immer noch nicht. 

In dem kleinen Dorf gab es eine schöne kleine Kirche zu sehen aber hauptsächlich wurde dort Stopp gemacht um Lamafleisch zu probieren. Alle Veganer/Vegetarier: Ohren zu! Aber es war göttlich! Selten so gutes Fleisch gegessen. 

Auch die Stimmung hat mir total gut gefallen. Ein wenig wie bei einem großen BBQ und die Einheimischen haben mit ihrer witzigen Art, gute Laune verbreitet. Dabei war es aber nicht so aufgesetzt wie ich manch andernorts das Gefühl hatte. 

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