LIFE LATELY...


Schwups und schon ist die Einführungswoche schon wieder vorbei und es geht auf große Reise. Eigentlich sind nichtmal zwei Wochen vergangen seitdem ich in München ins Flugzeug gestiegen bin. Tatsächlich fühlt es sich aber an, als wäre schon viel mehr Zeit verstrichen. Bereits jetzt bin ich um viele Erfahrungen reicher und freue mich auf viele weitere. 

 

Heute Abend geht es mit dem Nachtbus zurück nach Santiago und dort werden wir dann zwei Tage verbringen bevor es weiter in den Norden geht. Unser Plan ist es, bis Machu Pichu zu kommen und von dort aus wieder nach Santiago oder Valdivia zurück zu fliegen. Ob das klappt hängt hauptsächlich von der Zeit und am Ende auch vom Geldbeutel ab.

 

In den letzten Tagen haben wir uns auf die Suche nach Unterkünften ab September gemacht. Eine echte Herausforderung! 

Eine solche Wohnungssuche kann man sich in Deutschland gar nicht richtig vorstellen. Anstatt Anzeigen im Internet rauszusuchen und anzurufen oder eine 'Bewerbungsemail' zu schreiben, zieht man einfach durch die Stadt und klingelt an jedem Haus an dem Cabana steht. So werden die Häuser genannt in denen die Studenten oft wohnen. Auch einen Mietvertrag gibt es nicht und man kann froh sein, wenn man überhaupt die Quittung für die Miete bekommt. Ach ja und einziehen kann man dann auch sofort. 

Zunächst hatten wir uns für ein großes Haus entschieden in dem wir mit vielen anderen zusammen gewohnt hätten. Manco waren allerdings die nicht vorhandenen Fenster in den Zimmern (bzw. handelte es sich dabei eher um Dachluken) und die Besitzerin des Hauses, die uns etwas suspekt vorkam. 

Nach weiterer Suche habe ich nun ein wirklich schönes Zimmer nahe der Uni gefunden und werde ab September mit einem Chilenen zusammen wohnen. 

 

Hier noch ein paar Bilder der letzten Woche. 

 

Am Dienstag gab es eine Stadtführung durch Valdivia, die wahnsinnig interessant war und wir haben jede Menge gesehen. Es gibt sehr viel Streetart und ich bin manchmal wirklich erstaunt was teilweise auf eine sonst eher hässliche Mauer gebracht wird. Aber auch die Häuser sind alle sehr bunt und kreativ bemalt. 

Was die Chilenen unter Kaffee verstehen, lässt mein Kaffeliebhaber- Herz bluten. Wenn man keinen Instantkaffee trinken möchte, muss man wirklich lange suchen. Selbst im Supermarkt versteckt sich zwischen zwei Meter langen Regalen für Pulverkaffe nur eine kleine Auswahl von gemahlenen Bohnen. (Von ganzen Bohnen, die man selbst mahlen kann, ganz zu schweigen.) Meine erste Anschaffung im neuen Zuhause wird also definitiv ein Kaffeefilter sein. 

 

Das Bild von dem Koriander habe ich eigentlich nur für die Zabrina gemacht. Durch sie bin ich süchtig danach geworden und in Deutschland war ich immer ein wenig zu geizig, da es echt teuer ist. Hier aber gehört es quasi überall rein und ist super günstig im Supermarkt. 

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